Sanierung von Schloss Bellevue: Bundespräsident zieht später um, Frösche bereits umgesiedelt
Die umfassende Sanierung von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, führt zu einer Verzögerung des geplanten Umzugs des Staatsoberhaupts in das Übergangsquartier. Ursprünglich für das Frühjahr vorgesehen, wird der Umzug nun erst im Sommer stattfinden. Während der Bauarbeiten müssen auch die Bewohner des Schlossparks weichen: Die Frösche aus dem Teich werden bereits umgesiedelt.
Warum die Verzögerung?
Die Sanierungsarbeiten an dem historischen Gebäude sind komplexer als erwartet. Technische Herausforderungen und unvorhergesehene Schäden an der Bausubstanz erfordern zusätzliche Zeit. Der Bundespräsident und sein Team werden daher voraussichtlich erst im Juli in das provisorische Domizil umziehen. Die genauen Kosten der Sanierung sind noch nicht abschließend beziffert, liegen aber im hohen Millionenbereich.
Frosch-Umsiedlung als erste Maßnahme
Bereits jetzt läuft die Umsiedlung der Frösche aus dem Teich des Schlossparks. Eine Biologin kümmert sich um die Tiere, die in speziellen Eimern eingefangen und in ein neues Gewässer gebracht werden. Die Aktion findet werktags ab sieben Uhr statt und ist Teil der artenschutzrechtlichen Auflagen. Die Kosten für die Umsiedlung belaufen sich auf rund 50.000 Euro.
Folgen für den Betrieb
Während der Sanierung bleibt Schloss Bellevue für Besucher geschlossen. Der Bundespräsident wird seine Amtsgeschäfte von einem Ausweichquartier aus führen, das noch nicht offiziell benannt wurde. Die Sanierung soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Verzögerung hat keine Auswirkungen auf die geplanten Staatsbesuche und Termine des Bundespräsidenten, die von der Übergangsresidenz aus wahrgenommen werden.



