Der Wal-Minister und seine persönliche Belastung
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ist seit Wochen im Dauereinsatz für den gestrandeten Buckelwal Timmy. Die Verantwortung für das Tier fordert ihren Tribut: Der Minister findet nachts kaum Schlaf und muss sich mit Morddrohungen sowie Anzeigen von Tierschützern auseinandersetzen. Im Gespräch mit BILD gewährt er erstmals tiefe Einblicke in sein Privatleben und die emotionale Belastung, die der Wal mit sich bringt.
Der tägliche Kampf um Entscheidungen
Backhaus schildert, wie das Ringen um die richtigen Maßnahmen für Timmy ihn Tag für Tag fordert. Jede Entscheidung wird von Experten, Tierschützern und der Öffentlichkeit kritisch begleitet. Die Morddrohungen, die ihn erreichten, haben Spuren hinterlassen. Dennoch zeigt sich der Minister entschlossen, den Wal bestmöglich zu versorgen.
Private Unterstützung durch die Familie
Wenn die langen Tage am Strand enden, ist es vor allem seine Frau, die ihn auffängt. Jeden Morgen fragt sie ihn: „Wie geht es dem Wal?“ Diese Frage, so Backhaus, hilft ihm, die Ereignisse zu verarbeiten und Kraft für die nächsten Herausforderungen zu schöpfen. Die Familie ist sein Rückhalt in einer Zeit, die von öffentlichem Druck und emotionalen Höhen und Tiefen geprägt ist.
Der Wal hat sein Leben verändert
Backhaus betont, dass der Einsatz für Timmy sein Leben nachhaltig beeinflusst hat. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Schicksal des Meeressäugers hat ihm die Zerbrechlichkeit der Natur und die Bedeutung des Umweltschutzes noch nähergebracht. Trotz aller Anfeindungen bereut er seinen Einsatz nicht.



