Die Theodor-Körner-Schule in Picher hat mit einem symbolischen ersten Spatenstich den Beginn der Baumaßnahmen gefeiert. In den kommenden Jahren erhält die Einrichtung zunächst einen neuen Anbau, anschließend wird das Bestandsgebäude saniert. Dieser Spatenstich steht nicht nur für ein neues Gebäude, sondern erinnert auch daran, dass Picher die Schule war, wegen der das Land Mecklenburg-Vorpommern ein zweites Schulbauprogramm aufgelegt hat.
Besonderer Baubeginn für die Landesregierung
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) reisten in die kleine Gemeinde im Amt Hagenow-Land. „Dieser Baubeginn ist für mich etwas Besonderes“, sagte Schwesig. Sie erinnerte an den Bürgerdialog im Herbst 2023 in Zarrentin, als Pichers Bürgermeister Holger Hille nach Unterstützung für Schulen im ländlichen Raum fragte. Diese Frage war die Initialzündung für das zweite Schulbauprogramm.
Gemeinsames Engagement der Gemeinden
Die Theodor-Körner-Schule wird von den Dörfern Belsch, Bresegard bei Picher, Groß Krams, Kuhstorf, Moraas, Picher, Redefin und Strohkirchen getragen und durch einen Schulzweckverband und das Amt Hagenow-Land verwaltet. „Keine unserer Gemeinden hatte die finanziellen Möglichkeiten für einen Schulneubau, aber das Bestandsgebäude ist von 1981 und entsprechend sanierungsbedürftig“, erläuterte Hille. Nach Gesprächen zwischen Gemeinden, Amt, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und dem Land wurde das „Schulbauprogramm 2024 bis 2027“ aufgelegt, das aus Landesmitteln und kommunalen Mitteln des Finanzausgleichs finanziert wird.
Landrat Stefan Sternberg (SPD) betonte, dass die Gemeinde und das Amt alles gut vorbereitet hatten, sodass mit diesem Spatenstich nun das erste Bauvorhaben aus diesem Schulbauprogramm beginnt. Für die Beteiligten zeigt dieser Baustart, dass selbst die kleinste Gemeinde etwas bewegen kann, wenn sie sich auf den Weg macht, die Politik auf Schwierigkeiten hinweist und konstruktiv an Lösungen mitarbeitet.
Investition von elf Millionen Euro
Insgesamt stehen für das Vorhaben in Picher rund elf Millionen Euro zur Verfügung. „Die werden in ein modernes Gebäude mit Fachkabinetten und Unterrichtsräumen fließen“, erklärte Hille. Für die rund 320 Schüler und 20 Lehrer ist der Baustart ein Fest, denn es sei ein Aufbruch in eine neue Zeit, formulierten Amina und Carlotta aus der 5. Klasse in ihrem „Gruß an die Zukunft“. Dieser Text wurde mit anderen Erinnerungen in eine Zeitkapsel gelegt, die in die Bodenplatte des neuen Gebäudes eingegossen werden soll.



