Angesichts der stark gestiegenen Kraftstoffpreise hat der Landkreis Wittenberg beschlossen, Busunternehmen für den sogenannten freigestellten Schülerverkehr einen Zuschlag zu zahlen. Dies gab Landrat Christian Tylsch (CDU) bekannt.
Was ist der freigestellte Schülerverkehr?
Der freigestellte Schülerverkehr ist ein spezielles Angebot für Schüler mit besonderem Förderbedarf. Er unterscheidet sich vom regulären Linienverkehr, der für alle Fahrgäste gilt. Die betroffenen Schüler werden mit speziellen Bussen zu ihren Schulen gebracht, die nicht Teil des öffentlichen Nahverkehrs sind.
Warum wird der Zuschlag gezahlt?
Die Anträge auf Kraftstoffkostenzuschlag wurden von den Busunternehmen gestellt, die durch die hohen Spritpreise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Der Landkreis reagiert damit auf die gestiegenen Betriebskosten, um die Beförderung der Schüler mit Förderbedarf weiterhin zu gewährleisten.
Landrat Tylsch betonte, dass der Zuschlag ausschließlich für den freigestellten Schülerverkehr gilt. Der reguläre Linienverkehr im Schülerverkehr sowie der Jedermann-Verkehr sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Entscheidung fiel im Kreistag, der die zusätzlichen Mittel bereitstellte.
Die genaue Höhe des Zuschlags wurde nicht öffentlich genannt, jedoch sollen die Kosten für den Kreis im sechsstelligen Bereich liegen. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum Ende des laufenden Schuljahres. Eine Verlängerung ist möglich, falls die Spritpreise weiterhin hoch bleiben.
Der Landkreis Wittenberg folgt damit einem Trend vieler Kommunen, die aufgrund der Energiekrise ähnliche Zuschläge für den Schülerverkehr eingeführt haben. Kritiker fordern langfristige Lösungen, wie die Umstellung auf alternative Antriebe, um unabhängiger von Ölpreisen zu werden.



