Die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 auf einen historischen Tiefstand gesunken. Laut der neuen Verkehrsunfallstatistik, die Landesinnenministerin Tamara Zieschang (CDU) am Dienstag in Magdeburg vorstellte, kamen im vergangenen Jahr 101 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das sind zehn Tote weniger als im Vorjahr und die niedrigste Zahl seit Beginn der Erfassung im Jahr 1992.
Rückgang der Todesfälle setzt sich fort
Der Abwärtstrend bei den Verkehrstoten hält damit an. Im Vergleich zu den 1990er Jahren, als jährlich noch über 300 Menschen auf den Straßen Sachsen-Anhalts starben, hat sich die Zahl mehr als halbiert. Innenministerin Zieschang zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung, betonte aber gleichzeitig, dass jeder einzelne Todesfall einer zu viel sei. Die Statistik zeige, dass die Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit Früchte trügen.
Häufigste Unfallursachen
Die Statistik gibt auch Aufschluss über die häufigsten Unfallursachen. Nach wie vor sind überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und Alkohol am Steuer die Hauptgründe für schwere Unfälle. Besonders auf Landstraßen kommt es immer wieder zu folgenschweren Zusammenstößen. Die Polizei kündigte an, die Kontrollen in diesen Bereichen zu intensivieren.
Besonders gefährdete Gruppen
Junge Fahrer und Senioren sind überproportional häufig in Unfälle verwickelt. Bei den 18- bis 24-Jährigen spielt oft mangelnde Erfahrung und Risikobereitschaft eine Rolle, während bei älteren Verkehrsteilnehmern nachlassende Reaktionsfähigkeit und gesundheitliche Einschränkungen zu Unfällen führen können. Die Behörden setzen daher verstärkt auf Aufklärungskampagnen und spezielle Schulungsangebote.
Positive Entwicklung auch bei Verletzten
Nicht nur die Zahl der Todesfälle ist rückläufig, auch die Anzahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen ging leicht zurück. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 12.000 Menschen verletzt, etwa 300 weniger als im Vorjahr. Die Polizei führt dies unter anderem auf verbesserte Fahrzeugtechnik, den Ausbau von Radwegen und eine höhere Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer zurück.
Die Verkehrsunfallstatistik wird jährlich von der Polizei Sachsen-Anhalt erstellt und dient als Grundlage für verkehrspolitische Maßnahmen. Innenministerin Zieschang kündigte an, das Ziel eines weiteren Rückgangs der Unfallzahlen konsequent zu verfolgen.



