Trumps wirre Prozentrechnung: 600 Prozent Ersparnis?
Trumps wirre Prozentrechnung im Oval Office

Im Oval Office sorgte US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit seinem Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. für einen mathematischen Eklat. Bei der Ankündigung einer Vereinbarung über Arzneimittelpreise mit 17 großen Pharmaunternehmen verrechneten sich beide gewaltig. Kennedy behauptete: „Wenn das Medikament ursprünglich 100 Dollar gekostet hat und der Preis auf 600 Dollar steigt, entspricht das einer Preiserhöhung um 600 Prozent. Sinkt der Preis von 600 Dollar auf 100 Dollar, entspricht das einer Ersparnis von 600 Prozent.“ Trump bestätigte: „Korrekt.“ Doch das ist völlig falsch.

Der Rechenfehler im Detail

Eine Preiserhöhung von 100 auf 600 Dollar beträgt 500 Dollar, also 500 Prozent – nicht 600 Prozent. Noch absurder wird es beim Preisnachlass: Eine Einsparung von 600 Prozent bei 600 Dollar würde 3600 Dollar Nachlass bedeuten. Patienten müssten also nicht nur nichts zahlen, sondern bekämen sogar 3000 Dollar obendrauf. Tatsächlich beträgt der Rückgang von 600 auf 100 Dollar lediglich 83,33 Prozent.

Trumps Verteidigung

Trump versuchte, den Fehler schönzureden: „Die Menschen verstehen es so besser, es gibt zwei Arten, das zu berechnen. So oder so spielt es keine Rolle, ob es nun 60, 70 oder 80 Prozent sind – davon hat noch niemand gehört. Es können aber auch 500, 600 oder 700 sein, je nachdem, wie man es betrachtet.“ Dabei fiel dem Präsidenten mehrfach die Augen zu – vor laufenden Kameras.

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Trump hatte zuvor Rabatte von bis zu 1500 Prozent auf Medikamente versprochen, was rechnerisch unmöglich ist. Ein Rabatt über 100 Prozent würde bedeuten, dass Patienten Geld erhalten. Die bizarre Prozentrechnung wirft ein Schlaglicht auf die Kommunikation der US-Regierung in Gesundheitsfragen.

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