DFB gibt Schiri-Fehler im Pokal-Halbfinale zu: Tor hätte zählen müssen
DFB gibt Schiri-Fehler im Pokal zu: Tor hätte zählen müssen

Nach dem umstrittenen Pfiff im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Fehler des Schiedsrichters eingeräumt. In der Verlängerung hatte Freiburgs Lucas Höler vermeintlich das 2:1 erzielt, doch Schiedsrichter Tobias Welz (48) pfiff sofort ab und gab das Tor nicht. Grund war ein angebliches Foul von Höler an Stuttgarts Jeff Chabot – eine klare Fehlentscheidung, wie nun auch der DFB bestätigt.

Die strittige Szene im Detail

In der 105. Minute der Verlängerung traf Lucas Höler nach einem Zweikampf mit Jeff Chabot zum vermeintlichen Führungstreffer für Freiburg. Schiedsrichter Welz unterbrach jedoch sofort die Partie und entschied auf Foulspiel. Der Video Assistant Referee (VAR) konnte nicht eingreifen, da der Pfiff zu früh erfolgte. Die Freiburger Spieler und Verantwortlichen reagierten empört, während Stuttgart von Glück reden konnte.

DFB: Entscheidung auf Tor wäre besser gewesen

Marco Fritz (48), Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB-Schiedsrichter GmbH, äußerte sich gegenüber BILD zu der Szene: „In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen. Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben.“ Damit räumt der DFB ein, dass die Entscheidung falsch war.

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Stuttgarter geben Fehler zu

Bemerkenswert: Selbst Jeff Chabot, der vermeintlich gefoulte Stuttgarter Verteidiger, gab nach dem Spiel bei „Sport1“ zu, dass das Tor hätte zählen müssen. Er sagte: „Das Einzige, was ich in diesem Moment machen konnte, war zu Boden gehen. Weil ich gar nicht mehr in die Situation kommen konnte. Das war glücklich für uns. Andersrum hätten wir uns auch beschwert.“ Noch deutlicher wurde Stuttgarts Stürmer Deniz Undav (29). Nach dem Schlusspfiff nahm er Schiedsrichter Welz ins Visier und sagte: „Einen krasseren Fehler kann man als Schiedsrichter nicht machen. Gut für uns natürlich. Aber das darf man nie und nimmer wegpfeifen.“ Undav legte nach: „Er hat einen direkt angeschrien. Ich mag den eh nicht. Wir hatten schon einmal ein Problem. Er hat uns schon einmal gepfiffen, da war das genau das Gleiche.“

Freiburgs Frust und die Folgen

Für den SC Freiburg ist die Fehlentscheidung besonders bitter, da der Verein damit den Einzug ins Pokalfinale verpasste. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich hatte in der Verlängerung alles gegeben und sich den Führungstreffer erkämpft. Nun bleibt nur die Erkenntnis, dass der Schiedsrichter einen entscheidenden Fehler machte. Der DFB hat die Fehlentscheidung eingeräumt, doch das ändert nichts mehr am Ausgang des Spiels. Der VfB Stuttgart zog ins Finale ein und trifft dort auf den Sieger des anderen Halbfinals.

Die Diskussion um den Einsatz des VAR und die Qualität der Schiedsrichter wird durch diesen Vorfall neu entfacht. Kritiker fordern, dass der VAR auch bei frühen Pfiffen eingreifen können sollte, um solche Fehler zu verhindern. Der DFB steht nun in der Pflicht, Konsequenzen zu ziehen und die Regelauslegung zu verbessern.

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