Indischer Milliardärssohn will Escobars Flusspferde retten
Indischer Milliardärssohn rettet Escobars Flusspferde

In den 1980er Jahren importierte der berüchtigte Drogenboss Pablo Escobar illegal afrikanische Flusspferde nach Kolumbien. Nun könnte eine Rettungsaktion für die sogenannten Narco-Nilpferde bevorstehen. Der indische Milliardärssohn Anant Ambani, Sohn des reichsten Mannes Asiens Mukesh Ambani, hat dem südamerikanischen Land seine Hilfe angeboten. Er will 80 zur Tötung vorgesehene Nilpferde aus Kolumbien nach Indien umsiedeln.

Hintergrund der Nilpferd-Problematik

Pablo Escobar, der Anführer des Medellín-Kartells, häufte ein geschätztes Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar an. In den 80er Jahren importierte er zahlreiche exotische Tiere illegal, darunter vier afrikanische Flusspferde. Diese hielt er auf seiner Ranch Hacienda Nápoles, etwa 250 Kilometer nordwestlich von Bogotá. Nach Escobars Tod im Jahr 1993 verfiel das Anwesen, und die Tiere konnten frei umherstreifen und sich unkontrolliert vermehren.

Die aktuelle Situation in Kolumbien

Heute leben schätzungsweise rund 200 Nilpferde in Kolumbien, die vermutlich die größte Herde außerhalb Afrikas bilden. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die Population bis 2035 auf 1000 Exemplare anwachsen. Experten warnen vor Schäden für Ökosysteme und Gefahren für Menschen. Kolumbianische Umweltschützer bezeichnen die Flusspferde als invasive Art, die die einheimische Fauna verdrängt hat. Verschiedene Kontrollmethoden wie Kastration blieben erfolglos, sodass die Regierung beschloss, etwa 80 Tiere zu töten.

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Das Angebot von Anant Ambani

Anant Ambani erklärte: „Diese 80 Nilpferde haben nicht gewählt, wo sie geboren wurden, noch haben sie die Umstände geschaffen, denen sie jetzt gegenüberstehen.“ Er bot an, die Tiere in seinem privaten Vantara-Zoo im indischen Bundesstaat Gujarat aufzunehmen und lebenslang zu betreuen. In einem Brief an den kolumbianischen Umweltminister appellierte der Geschäftsführer des Zoos, die geplante Keulung zu überdenken und stattdessen eine sichere und wissenschaftlich begleitete Umsiedlung zu prüfen. Die kolumbianische Regierung hat sich zu dem Angebot bisher nicht geäußert.

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