Augenzeugen schildern Chaos nach Anschlagsversuch bei Korrespondentendinner
Chaos bei Korrespondentendinner: Augenzeugen berichten

Washington, D.C. – Beim jährlichen White House Correspondents‘ Dinner wurden Hunderte Journalisten zu Augenzeugen eines versuchten Anschlags auf den US-Präsidenten. Die hektischen Szenen und die Reaktionen von Präsident Donald Trump schilderten mehrere Reporter unmittelbar nach dem Vorfall.

„Ein unglaublicher Moment der Verwirrung und des Schocks“

Humeyra Pamuk von der Nachrichtenagentur Reuters beschrieb die Atmosphäre im Saal als extrem angespannt. „Es war ein unglaublicher Moment der Verwirrung und des Schocks. Die Menschen blieben unter den Tischen liegen und versuchten einfach, Schutz zu suchen. Gleichzeitig versuchten sie zu begreifen, was genau vor sich ging“, sagte sie. Das Dinner sei das ereignisreichste gewesen, an dem sie je teilgenommen habe.

Ihr Kollege Bo Erickson, ebenfalls Reuters, saß nahe der Bühne. „Man hörte das Klirren von Besteck, Gläser zerbrachen. Und es wirkte fast so, als gäbe es einen Ansturm auf den Tisch des Präsidenten“, erinnerte er sich. Erickson war nur etwa 30 Meter von Trump entfernt und sah, wie Agenten des Secret Service sich über den Präsidenten warfen. „Er sah aus, als kniete er hinter dem Tisch. Dann begannen sie langsam, ihn hinauszuführen.“

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Trump bestand auf seiner Rede

Trevor Hunnicutt, ebenfalls von Reuters, berichtete, dass der Präsident zunächst in einen Raum direkt neben der Bühne gebracht wurde. „Dort blieb er rund 30 Minuten. Offenbar wollte er sich sammeln und die Rede, die er ursprünglich hatte halten wollen, doch noch halten. Er bestand mehrfach darauf, dass die Rede stattfinden und die Veranstaltung fortgesetzt werden solle“, sagte Hunnicutt. Doch der Secret Service überzeugte den Präsidenten schließlich davon, dies nicht zu tun und die Veranstaltung zu beenden.

Surreale Szenen nach der Evakuierung

Nach der Evakuierung folgte eine surreale Situation, wie Bo Erickson schilderte: „Uns wurde gesagt, Präsident Trump werde etwa eine Meile weiter im Weißen Haus eine Pressekonferenz geben. Einige von uns stiegen auf Fahrräder, andere fingen an zu rennen. So sah man dann viele völlig verschwitzte Reporter auf eine Stellungnahme von Präsident Trump warten.“ Erickson saß schließlich in der ersten Reihe der Pressekonferenz – ein äußerst surrealer Moment.

Auf die Frage einer Reporterin, was ihm durch den Kopf gegangen sei, antwortete Trump: „Es ist immer schockierend, wenn so etwas passiert. Es ist mir schon einmal passiert.“

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