Mit einem unglücklichen Vergleich über rauchende Kinder und soziale Medien hat Dänemarks geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen für Aufsehen gesorgt. Bei einer Konferenz in Kopenhagen sagte die 48-Jährige laut der Nachrichtenagentur Ritzau: „Wäre ich nicht geschäftsführende Regierungschefin und hätte heute kleine Kinder, wäre mir lieber, dass sie rauchen, als ihnen zu erlauben, alleine in den sozialen Medien unterwegs zu sein.“ Dieser Satz rief umgehend Experten für Tabakprävention auf den Plan.
Entschuldigung nach Kritik
Am Mittwoch entschuldigte sich Frederiksen für ihre Aussage und ordnete sie ein. „Natürlich sollten Kinder und Jugendliche nicht mit dem Rauchen anfangen“, schrieb sie bei Facebook. „Deshalb hätte ich etwas anderes sagen sollen, um meinen Standpunkt zu unterstreichen.“ Sie habe damit nur verdeutlichen wollen, „wie gefährdet unsere Kinder vor dem Bildschirm sind“. Social Media sei in diesem Sinne auch ein schädliches Produkt wie das Rauchen.
Hintergrund: Strengere Regeln für soziale Medien
Frederiksens Regierung hatte Ende 2025 ein Mindestalter von 15 Jahren in den sozialen Medien angekündigt. TikTok, Instagram und Co. verschaffen Glücksmomente, können aber auch tieftraurig stimmen. Australien verbietet Kindern und Jugendlichen bereits den Zugang. Die Debatte um die Auswirkungen von Social Media auf die psychische Gesundheit junger Menschen hält an.



