Liebe Berliner Jusos, ihr seid doch nicht ganz dicht!
Liebe Berliner Jusos, ihr seid doch nicht ganz dicht!

Harald Martenstein, 72, schreibt täglich eine Kolumne in BILD. In seiner neuesten Ausgabe wendet er sich an die Berliner Jusos. Er stellt fest: „Euch ist sicher klar, dass jetzt Abermillionen Menschen denken, ihr seid ballaballa.“ Der Grund: Die Jusos fordern allen Ernstes ein Verbot der Ehe. Während sie Kiffen befürworten, lehnen sie die Ehe ab.

Absurde Begründungen

In ihrem Parteitagsantrag bezeichnen die Jusos die Ehe als chauvinistisch, kapitalistisch, nationalistisch, frauenfeindlich, queerfeindlich, klassistisch und rassistisch. Martenstein wundert sich, dass sie „faschistisch, lookistisch und kolonialistisch“ vergessen haben. Er betont, dass heute niemand mehr zur Ehe gezwungen wird. Jeder könne frei eine andere Lebensform wählen. Nur weil die Jusos etwas nicht mögen, sollten sie es nicht allen anderen verbieten.

Ein Gedankenspiel

Martenstein fordert die Jusos auf, sich vorzustellen, dass ihnen selbst etwas verboten würde. „Ihr dürft nicht mehr vegan leben. Ihr dürft nicht mehr polyamor, pansexuell oder antipatriarchal sein, und sie zwingen euch, als Weddingplaner zu arbeiten.“ Er kritisiert, dass ehemalige Standesbeamte künftig Gewaltopfer betreuen sollen. Zudem fragt er sich, warum nicht auch der Profifußball verboten wird, der ebenfalls unter Rassismus, Besserverdienertum und Queerfeindlichkeit leide. Schließlich habe die stellvertretende Vorsitzende der Jusos Mitgliedschaft bei Hertha BSC und sei Fan von Werder Bremen – ein Widerspruch zu ihrer Kritik am Profifußball.

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Martenstein endet mit der Aufforderung: „Come on, kids. Ihr checkt das.“

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