David Nelles, 30 Jahre alt, ist vielen als Autor und Unternehmer bekannt. Im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung spricht er über seinen persönlichen Politikfrust und wie er diesen überwunden hat. „Da ist mir die Hutschnur gerissen“, sagt Nelles über den Moment, als er beim Anschauen einer Talkshow beschloss, selbst aktiv zu werden.
Vom Zuschauer zum Gestalter
Während seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften in Köln beobachtete Nelles, wie politische Debatten oft ohne greifbare Ergebnisse verliefen. Statt nur zu kritisieren, suchte er nach Lösungen. Er schrieb Bücher und gründete ein Unternehmen, um konkrete Ansätze für drängende Probleme wie den Klimaschutz zu liefern. „Politiker reden oft über Probleme, zu selten über Lösungen“, kritisiert er.
Klimaschutz als verbindendes Element
Nelles plädiert dafür, den Klimaschutz nicht als polarisierendes Thema zu betrachten. Er sieht darin vielmehr eine Chance, gesellschaftliche Gräben zu überbrücken. „Klimaschutz muss kein Aufregerthema sein“, betont er. Statt ideologischer Grabenkämpfe wünscht er sich eine sachliche, lösungsorientierte Debatte, die alle mitnimmt.
Migrationsdebatte befrieden
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Migration. Nelles schlägt vor, durch mehr Dialog und konkrete Maßnahmen die oft hitzige Debatte zu entschärfen. Er plädiert unter anderem für die Einführung eines muslimischen Feiertags, um Integration sichtbar zu machen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. „Das wäre ein starkes Zeichen der Wertschätzung“, erklärt er.
Gesellschaftliche Spaltung überwinden
Für Nelles ist klar: Die Spaltung der Gesellschaft lässt sich nur durch konstruktive Zusammenarbeit und den Fokus auf gemeinsame Ziele überwinden. Sein eigener Werdegang vom frustrierten Zuschauer zum aktiven Gestalter soll anderen Mut machen, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen. „Jeder kann etwas bewirken“, ist er überzeugt.
Das vollständige Interview mit David Nelles lesen Sie in der Mitteldeutschen Zeitung.



