Der sachsen-anhaltische CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Räuscher hat seinen Account auf der Plattform X (ehemals Twitter) gelöscht. Dies gab er am Donnerstag bekannt. Der Schritt erfolgte, nachdem er die Sozialdemokraten in die Nähe der NSDAP gerückt hatte.
Hintergrund der Kontroverse
Räuscher hatte in einem Beitrag auf X die SPD mit der nationalsozialistischen Partei verglichen. Dies löste breite Empörung aus, sowohl innerhalb der CDU als auch in der Öffentlichkeit. Der Politiker aus dem Harz war bereits zuvor durch provokative Äußerungen aufgefallen. So forderte er etwa, „Faule aussortieren“ zu dürfen, und empfahl Patronen als Mittel gegen Kopfschmerzen eines Grünen-Politikers.
Reaktionen und Konsequenzen
Nach dem jüngsten Eklat zog Räuscher nun die Konsequenzen und löschte seinen Account. In einer Stellungnahme begründete er dies mit den anhaltenden Angriffen auf seine Person. „Die ständigen Attacken und die Instrumentalisierung meiner Aussagen machen eine weitere Nutzung der Plattform unmöglich“, erklärte er. Die CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt hatte sich zuvor von den Äußerungen distanziert.
Bekannt für kontroverse Aussagen
Räuscher, der als Hinterbänkler im Landtag gilt, nutzte X seit Jahren als Sprachrohr für seine oft polarisierenden Ansichten. Bereits in der Vergangenheit sorgte er mit Äußerungen zu Arbeitslosen und politischen Gegnern für Schlagzeilen. Die Löschung seines Accounts markiert einen vorläufigen Höhepunkt der Debatte um seinen politischen Stil.
Die SPD in Sachsen-Anhalt zeigte sich erleichtert über den Schritt, forderte jedoch weitergehende Konsequenzen. „Ein Account-Löschung allein reicht nicht. Die CDU muss sich klar von solchen Entgleisungen distanzieren und sicherstellen, dass so etwas nicht wieder vorkommt“, sagte ein Sprecher. Die CDU-Fraktion betonte, man habe Räuscher zu einem Gespräch gebeten und erwarte eine eindeutige Entschuldigung.



