Bayers Bank-Debakel: 117 Millionen Euro auf der Bank
Bayers Bank-Debakel: 117 Mio. Euro auf der Bank

Bayers Bank-Debakel: 117 Millionen Euro auf der Bank

Leverkusen – Das Pokal-Aus von Bayer Leverkusen im Halbfinale gegen den FC Bayern (0:2) hatte einen brisanten Nebenaspekt: Vier der fünf teuersten Einkäufe des Sommers 2025 saßen nur auf der Bank. Malik Tillman (23), Loic Badé (26), Eliesse Ben Seghir (20) und Equi Fernandez (23) kosteten insgesamt 117 Millionen Euro Ablöse – und kamen nicht zum Zug. Einzig Verteidiger Jarell Quansah (weitere 35 Mio. Euro Ablöse) ist Stammspieler und stand gegen die Bayern in der Startelf.

Nur zehn Minuten für Tillman

Aus dem Bank-Quartett kam nur Tillman in die Partie und spielte mit Nachspielzeit gerade einmal zehn Minuten. Trainer Kasper Hjulmand (54) hat für diese teuren Neuzugänge offenbar keine Verwendung oder vertraut ihnen nicht. Im Kader macht sich zunehmend Frust breit. 32-Millionen-Euro-Einkauf Ben Seghir bekommt gar keine Chance, Tillman, Badé und Fernandez spielen nur noch selten. Abwehr-Talent Axel Tape (18) wird von Hjulmand seit Wochen komplett ignoriert und kickt stattdessen regelmäßig in der U19. Der im Januar aus Graz zurückbeorderte Verteidiger Tim Oermann (21) kam in knapp drei Monaten nur auf 16 Minuten Einsatzzeit – verteilt auf zwei Bundesliga-Spiele.

Hjulmands Startelf kaum verändert

Hjulmand verändert seine Startelf kaum noch. Gegen die Bayern gab es nur einen Wechsel gegenüber dem 1:2 gegen Augsburg: Kapitän Robert Andrich (31) kehrte zurück, Badé musste weichen. Überraschenderweise blieb Lucas Vázquez (34) nach schwacher Leistung gegen Augsburg in der Startformation. Der Spanier musste in der 39. Minute vom Platz – er ist wiederholt angeschlagen.

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Hjulmand verteidigt seine Strategie

Nach dem Pokal-Aus erklärte Hjulmand: „Es ist ein großer Umbruch. Wir haben sehr viel gelernt und diese neue Mannschaft ist auf einem guten Weg. Wir haben so viel Potenzial und diese Saison ist schwierig, aber wir haben es insgesamt sehr gut gemacht, finde ich.“ Platz 6 in der Liga spricht jedoch eine andere Sprache. Und beim Blick auf die Startformation gegen die Bayern kann von „großem Umbruch“ keine Rede sein: Sieben Spieler gehörten bereits in der vergangenen Saison zum Kader, sechs davon holten 2024 das Double.

Die teuren Bankdrücker sind ein teures Debakel für Bayer Leverkusen und werfen Fragen nach der Kaderplanung und der Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportdirektor auf.

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