Marius Borg Høiby, der Skandalsohn von Kronprinzessin Mette-Marit, könnte seine verbleibende Untersuchungshaft möglicherweise bald zu Hause verbringen – ganz in der Nähe von Schloss Skaugum. Ein 30-seitiger Bericht der norwegischen Behörde für Strafvollzug kommt zu dem Schluss, dass der 28-Jährige für eine Fußfessel-Regelung geeignet sei. Am Mittwoch wird sein Antrag auf Freilassung vor dem Amtsgericht Oslo verhandelt.
Was wird geprüft?
Das Gericht wird unter anderem die Fluchtgefahr, die Schwere der Vorwürfe und die sozialen Umstände von Marius Borg Høiby bewerten. Der Bericht der Strafvollzugsbehörde hebt hervor, dass der Angeklagte über ein stabiles Umfeld verfüge und die Auflagen einer Fußfessel-Regelung wahrscheinlich einhalten werde. Zudem sei die Unterbringung in der Justizvollzugsanstalt nicht zwingend erforderlich, um die Sicherheit der Allgemeinheit zu gewährleisten.
Was sagen seine Anwälte?
Die Verteidigung von Marius Borg Høiby zeigt sich optimistisch. Sein Anwalt betonte, dass der Bericht die Grundlage für eine positive Entscheidung biete. „Marius ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen und die Auflagen einer Fußfessel-Regelung zu erfüllen. Er möchte sich seiner Familie stellen und den Weg zur Resozialisierung gehen“, erklärte der Rechtsanwalt. Die Anwälte argumentieren zudem, dass eine Haftlockerung die psychische Belastung ihres Mandanten verringern würde.
Warum hat ein mutmaßliches Opfer Angst?
Ein mutmaßliches Opfer von Marius Borg Høiby äußerte jedoch Bedenken. Es befürchtet, dass eine Fußfessel-Regelung nicht ausreiche, um die Sicherheit zu gewährleisten. „Die Angst ist groß, dass er die Auflagen umgehen könnte. Wir fühlen uns nicht sicher, wenn er nur eine Fußfessel trägt“, sagte die Person anonym. Diese Ängste werden vor Gericht erörtert, und die Staatsanwaltschaft könnte Einwände gegen die Haftlockerung vorbringen.
Die Entscheidung des Amtsgerichts Oslo wird mit Spannung erwartet. Sollte der Antrag bewilligt werden, müsste Marius Borg Høiby strenge Auflagen einhalten, darunter ein Aufenthaltsverbot für bestimmte Orte und regelmäßige Meldepflichten. Die Fußfessel würde seine Bewegungen rund um die Uhr überwachen. Der Fall hat in Norwegen hohe Wellen geschlagen, da es sich um ein Mitglied des Königshauses handelt.



