In Koblentz herrscht große Freude: Die Gemeinde erhält eine Förderung in Höhe von 600.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Mit dieser Zusage aus dem Musterfeuerwehrhaus-Programm der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hatte niemand gerechnet.
Überraschender Termin mit der Ministerin
Bürgermeisterin Romy Tölk war völlig überrascht, als kurzfristig ein Termin mit Kulturministerin Bettina Martin (SPD) anberaumt wurde. Die Ministerin hatte, wie schon bei anderen Terminen in der Uecker-Randow-Region, eine Förderankündigung im Gepäck. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir standen zwar auf einer Warteliste für nachrückende Gemeinden, falls eine andere ausfällt. Dass es aber so schnell ging, überraschte uns“, sagte Tölk.
Dringender Handlungsbedarf
Der Bau eines neuen Gerätehauses ist nach Einschätzung der Bürgermeisterin und von Wehrführer Martin Macke dringend notwendig. Zwar wurde bereits ein WC-Container aufgestellt, doch die sanitären Anlagen sind unzureichend: Duschen fehlen weiterhin. Der Container kann nur eine Übergangslösung sein.
Fehlende Schwarz-Weiß-Trennung
Ein großes Problem ist die fehlende Trennung von privater und Feuerwehrkleidung. „Die Kameraden müssen sich in dem Raum umziehen, in dem das Einsatzfahrzeug steht. Von einer Schwarz-Weiß-Trennung kann keine Rede sein“, kritisierte der Wehrführer. Zudem benötigt die starke Kinder- und Jugendwehr Platz für Ausbildung und Material. „Alles ist sehr eng und entspricht nicht mehr den Standards. Die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord hat bereits Änderungen angemahnt“, so Macke.
Bedarf nach neuem Fahrzeug
Mit der Anschaffung des neuen Löschfahrzeugs im Jahr 2023 wurde der Bedarf für ein neues Gerätehaus angemeldet. Das neue Fahrzeug bietet nur noch fünf statt neun Kameraden Platz, weshalb zusätzlich ein Mannschaftstransportwagen benötigt wird. „Wir hatten über einen Anbau nachgedacht, aber dann hätten wir nicht genügend Stellplätze“, erklärte Tölk.
Finanzierung und weitere Schritte
Die Gesamtkosten für das neue Gerätehaus werden auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt. Beim Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden Fördermittel für zwei Stellplätze in Höhe von 220.000 Euro beantragt. „Wir müssen uns weitere Fördermöglichkeiten erschließen. Ein Kredit ist schwierig, da wir noch den für die fertiggestellte Straße abzahlen“, so die Bürgermeisterin.
Starke Gemeinschaft
Die Freiwillige Feuerwehr Koblentz zählt 44 Mitglieder, darunter 24 Aktive und 16 Kinder und Jugendliche. „Von der Jugendwehr wechseln bereits einige in die aktive Löschgruppe“, berichtete Wehrleiter Macke. Dankbar sei man für die Unterstützung des Feuerwehr-Fördervereins „Florian Koblentz“. Die Nachricht vom neuen Gerätehaus mache alle sehr glücklich.



