Bälows kleiner Straßenflohmarkt begeistert mit familiärem Flair
Bälows Straßenflohmarkt begeistert mit familiärem Flair

Einmal im Jahr verwandelt sich das kleine Prignitz-Dorf Bälow in einen lebendigen Marktplatz. Der Straßenflohmarkt, der seit 2018 stattfindet, erfreut sich großer Beliebtheit. Die Dorfbewohner bieten vor ihren Haustüren Trödel, Kleidung und vieles mehr an. Feilschen, Stöbern und Plaudern stehen im Mittelpunkt. Besucher aus nah und fern nehmen das Angebot dankend an, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen.

Seit 2018 gibt es den Straßenflohmarkt in Bälow

Am Sonnabend war es wieder so weit. Die Bälowerin Anne Bolz hat das Straßenevent im Jahr 2018 ins Leben gerufen. „Da müssen alle mit ran und helfen – Familie, Freunde und Bekannte“, sagt die Organisatorin. In diesem Jahr hatte sie einen entscheidenden Vorteil: „Aufgrund des angekündigten Windes haben wir diesmal den größten Teil in die Scheune verlagert. Die schweren Sachen stehen draußen“, so die junge Frau.

„Die Leute fragen schon immer, wann der Flohmarkt stattfindet“, berichtet Anne Bolz. Sie macht jedoch keine große Werbung dafür, denn es soll ein Straßenflohmarkt der Bälower bleiben. „Natürlich können auch Bekannte und Freunde aus den umliegenden Dörfern einen Stand aufbauen“, erklärt sie. Aber der Markt soll nicht zu einem riesigen Flohmarkt mit Händlern von weit her werden.

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Ihre Freundin Manuela Buddy aus Legde hilft ihr schon seit Jahren und hatte zusätzlich einen Stand in der Garage. „Ich mache das aber nur in Bälow, einfach aus Spaß an der Freude. Und ich mag es, mich mit den Leuten zu unterhalten. Da kommen auch mal bei dem ein oder anderen Stück Erinnerungen hoch“, so die Legderin. Ansonsten geht sie gern mit ihrem Mann auf Flohmärkte. „Ich liebe es, über Flohmärkte zu schlendern, ich finde immer etwas. Ich finde es schlimm, dass man in der heutigen Zeit vieles einfach so schnell wegwirft“, bemerkt Manuela Buddy abschließend.

Besucher aus der Region schätzen das Angebot

Bastian Grunenberg aus Premslin wollte schon immer einmal in Bälow vorbeischauen. „Heute habe ich es gemacht. Ich will mich einfach mal umschauen“, sagt Grunenberg, der gern auf Flohmärkten unterwegs ist. „Das Wetter spielt ja noch mit, wenn der Wind nicht so wäre. Aber es regnet ja nicht“, so der Premsliner.

Die Ortsdurchfahrt Bälow ist aus Groß Lüben auch die Zufahrt zum europäischen Storchendorf Rühstädt. „Im ersten Jahr haben wir die Straße gesperrt. Das machen wir nicht mehr. Die Leute fahren ja ganz langsam. Dann haben sie die Möglichkeit zu gucken“, sagt Gerald Neu vom Dorfclub Bälow. Die Mitglieder sorgen für die herzhafte Versorgung.

Landfrauen sorgen für süße Leckereien

Für die süße Versorgung sind die Bälower Landfrauen zuständig. Sie haben 18 Kuchen gebacken. Schon am Vormittag ist der Selbstgebackene hoch im Kurs. „Viele Leute bleiben nicht bis zur Kaffeezeit. Sie nehmen sich Kuchen dann mit nach Hause“, erzählt Christa Weger von den Landfrauen. Sie bedient zusammen mit Daniela Schlee, Petra Glinka und Birgit Holländer das Büfett. Die süßen Leckereien werden auf Spendenbasis vergeben. Der Erlös kommt den Landfrauen zugute.

Lydia Werschnauer von den Landfrauen konnte am Sonnabend aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv mitwirken. Dafür sprang ihr Mann Marko Stein ein. Er bedient bei den Landfrauen den Pommes-Stand. „Wir kommen aus Lanz immer gern hier nach Bälow, es ist alles so familiär. Das ist das, was mich begeistert. Deshalb sind wir auch bei anderen Veranstaltungen hier im Dorf dabei. Wir kennen ja auch viele“, plaudert Marko Stein, der sichtlich seinen Spaß hat.

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