Geheimverhandlungen um Feuerwehr-Neubau in Barnstädt
Feuerwehr-Neubau: Geheimverhandlungen in Barnstädt

Der Verbandsgemeinderat des Weida-Landes hat in einer nichtöffentlichen Sitzung über den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Barnstädt verhandelt. Das Treffen im Kulturhaus Farnstädt dauerte rund zwei Stunden und fand hinter verschlossenen Türen statt. Zuvor war die Sitzung für die Öffentlichkeit nur 21 Minuten lang gewesen. In dieser kurzen öffentlichen Phase wurde lediglich ein Beschluss zur Umlage der Mitgliedsbeiträge in den Gewässerunterhaltungsverbänden auf Eigentümer größerer Grundstücke gefasst. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.

Millionenprojekt sorgt für Diskussionsbedarf

Der Hintergrund der Geheimsitzung ist der geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Barnstädt. Die Feuerwehr Barnstädt soll mit der Einheit aus Nemsdorf-Göhrendorf fusionieren, was einen Neubau erforderlich macht. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro. Die genauen Kosten und die Finanzierung waren offenbar Gegenstand der nichtöffentlichen Beratungen. Der Vorsitzende des Verbandsgemeinderats, Ronny Kluge, hatte die Sitzung eröffnet und die Öffentlichkeit nach kurzer Zeit ausgeschlossen.

Anfrage an die Kommunalaufsicht

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte es Kritik an der mangelnden Transparenz gegeben. Nun wurde sogar eine Anfrage an die Kommunalaufsicht gestellt. Diese soll prüfen, ob die Nichtöffentlichkeit der Sitzung rechtmäßig war. Hintergrund ist, dass der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ein Projekt von erheblicher öffentlicher Bedeutung ist und die Bürger ein berechtigtes Interesse an Informationen haben. Die Kommunalaufsicht wird nun die Entscheidung des Verbandsgemeinderats überprüfen.

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Hintergrund: Fusion der Feuerwehren

Die geplante Fusion der Feuerwehr Barnstädt mit der von Nemsdorf-Göhrendorf ist Teil einer größeren Neuorganisation der Feuerwehrstrukturen im Weida-Land. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit zu verbessern und Synergien zu nutzen. Der Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses ist dabei ein zentraler Bestandteil. Die Standortfrage und die Ausstattung des Gebäudes wurden in der nichtöffentlichen Sitzung detailliert besprochen. Die Räte hatten offenbar erheblichen Diskussionsbedarf, was die Länge der Sitzung zeigt.

Die Bürger von Barnstädt und den umliegenden Gemeinden warten nun auf die Entscheidung der Kommunalaufsicht. Sollte diese die Nichtöffentlichkeit beanstanden, könnte eine erneute öffentliche Sitzung erforderlich werden. Bis dahin bleiben die Details des Millionenprojekts unter Verschluss. Der Verbandsgemeinderat hat sich bisher nicht zu den Inhalten der Geheimsitzung geäußert.

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