Die Fraktion Starke Mitte Pasewalk (SMP) hat einen Antrag für die nächste Sitzung der Stadtvertreter am 7. Mai eingereicht, der vorsieht, dass Ehepartner und minderjährige Kinder von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk künftig freien Eintritt ins Lindenbad erhalten sollen. Dazu müsse die Entgeltordnung des städtischen Bades entsprechend geändert werden. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, einen Deckungsvorschlag für den laufenden Haushalt 2026 vorzulegen.
Einsatz zu Lasten der Familien
Die SMP-Fraktion betont in der Begründung, dass sie voll und ganz hinter den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk stehe. Deren Dienst im Interesse der Allgemeinheit könne nicht genug gewürdigt werden. Daher sei es folgerichtig, dass Mitglieder der Wehr das Lindenbad kostenlos nutzen können. Es erscheine jedoch absurd, dass die Mitglieder der Wehr bei Nutzung des Bades keinen Eintritt zahlen, wohl aber ihre engsten Vertrauten. „Der Einsatz der Kameraden geht immer auch zulasten der Familien. Zeit, die im Dienst für die Allgemeinheit aufgebracht wird, fehlt häufig im privaten Umfeld“, erklärt SMP-Vorsitzender Henrik Rodewald. Deshalb sei die Fraktion der Auffassung, dass auch die engsten Familienangehörigen diese Wertschätzung spüren sollten. Sie würden die Belastung mittragen, im Hintergrund den Rücken freihalten und oft auf gemeinsame Zeit verzichten.
Antrag zur Ansiedlung
Ein weiterer Antrag der SMP-Fraktion bezieht sich auf das Industriegebiet und eine mögliche Ansiedlung der Firma Enertrag. Demnach sollen Verträge im Zusammenhang mit der Ansiedlung der Firma im Industriepark Berlin-Stettin der Zustimmung der Stadtvertretung bedürfen. „Für uns steht dabei ein Punkt klar im Vordergrund: Wir wollen die Interessen der Bürger von Pasewalk schützen und gleichzeitig eine positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt unterstützen“, erklärt Henrik Rodewald. Die Fraktion begrüße ausdrücklich, dass sich Unternehmen in Pasewalk ansiedeln und hier investieren wollen. Solche Investitionen seien wichtig für Arbeitsplätze und die Zukunft des Standortes. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass die damit verbundenen Infrastrukturkosten nicht einseitig auf die Bürger abgewälzt werden, begründet er den Antrag.
Folgen für Verbraucher befürchtet
Im Zusammenhang mit der geplanten Ansiedlung stehe insbesondere die Frage im Raum, welche Investitionen in die Wasserversorgung notwendig werden. Sollte es dabei zu einer vollständigen Umlage der Kosten, beispielsweise durch den Bau eines zusätzlichen Wasserwerkes, auf die Verbraucher kommen, hätte das spürbare Folgen für alle Haushalte in Pasewalk. „Der Wasserpreis würde steigen. Eine solche Mehrbelastung möchten wir ausdrücklich vermeiden“, so der Vorsitzende. Deshalb setze sich die Fraktion dafür ein, dass notwendige Investitionen fair verteilt und die Kosten nicht allein von den Bürgern getragen werden. Gleichzeitig sei es wichtig, dass alle relevanten Verträge transparent in der Stadtvertretung beraten und beschlossen werden.



