Gärtner erinnert sich bei Auftrag in Woldegk an DDR-Studienzeit
Gärtner in Woldegk erinnert sich an DDR-Studienzeit

Stadtgrün in Woldegk: Externe Firma übernimmt Pflege

Wer derzeit durch Woldegk spaziert oder fährt, bemerkt an vielen Stellen die Auffrischung der Rabatten. Die Grün- und Staudenpflege war in der Vergangenheit oft ein Streitthema. Nun hat die Stadt das Unternehmen Piepenbrock Begrünungen aus Neubrandenburg mit der fachgerechten Pflege beauftragt. Dies betrifft ausschließlich die Kernstadt, nicht die Ortsteile.

Arbeit am Kreisel Ost

Am Kreisel Ost in Richtung Prenzlau ist Hartmut Lenz von Piepenbrock im Einsatz. Der Gärtnermeister für Garten- und Landschaftsbau befreite den Kreisel zunächst von vertrocknetem Unkraut. Mit einer Bodenfräse bearbeitete er den darunter liegenden Boden, um ihn für die Staudenbepflanzung vorzubereiten. Fünf verschiedene Sorten, darunter Salbei und Sonnenhut, sollen ab Juni eine blühende Hummelweide bilden. Die Osterglocken-Zwiebeln bleiben unberührt. Rindenmulch zwischen den Stauden soll Unkrautwachstum zumindest zeitweise verhindern.

Erinnerungen an die Studienzeit

Während seiner Arbeit am Kreisel blickt Hartmut Lenz auf ein Gebäude, das er aus seiner Studienzeit kennt. Er studierte zu DDR-Zeiten an der Agraringenieurschule Tollenseheim bei Neubrandenburg. „1984 und 1985 war ich Studentenbrigadier in der Woldegker LPG“, erinnert er sich. In die heute leerstehende Gaststätte am Woldegker See kehrten er und seine Kommilitonen ein, wenn es die Zeit erlaubte.

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Die Arbeitseinsätze in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft fanden während der Erntezeit statt, oft bis spät in die Nacht. Viel Freizeit gab es nicht, aber es habe Spaß gemacht, so Lenz. Die etwa zehn jungen Frauen und Männer waren damals in der Nähe des heutigen Forst- und Gartentechnikbetriebs in der Neubrandenburger Chaussee untergebracht.

Essen auf dem Feld

Von moderner Technik konnten die Studenten damals nur träumen. „Die Mähdrescher waren offen“, erzählt Lenz. Die Versorgung war hervorragend: Mittagessen und Abendbrot wurden aufs Feld geliefert, gegessen wurde in Schichten, damit die Maschinen nie stillstanden.

Heute sind die Arbeitseinsätze im Freien für Lenz seltener geworden, da auch Büroarbeit anfällt. Über Einsätze wie in Woldegk freut er sich jedoch sehr.

Weitere Standorte in Woldegk

Lenz und sein Team haben noch an weiteren Stellen in der Windmühlenstadt zu tun: unter anderem in der Ernst-Thälmann-Straße, am Mühlendamm, in der Prenzlauer Chaussee, an zwei Kreiseln und in der Kurve Prenzlauer Chaussee/August-Bebel-Straße. Weitere Flächen für die Grün- und Staudenpflege werden vom städtischen Bauhof betreut.

Zu den Aufgaben von Piepenbrock gehören das Beräumen von abgestorbenem Bewuchs, Neubepflanzungen sowie regelmäßige Pflege wie Lockern, Säubern, Wässern und Düngen an den festgelegten Standorten.

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