Stadtratsbeschluss in Kelbra führt zur Schließung von zwei Kindertagesstätten
Der Stadtrat der Stadt Kelbra hat nach mehrmaligen und intensiven Beratungen einen bedeutenden Beschluss gefasst: Die Kindertagesstätten „Am Kyffhäuser“ in Tilleda und „Pusteblume“ in Riethnordhausen werden zum 31. Juli 2026 geschlossen. Diese Entscheidung fiel nicht leicht, wie aus den Sitzungsprotokollen hervorgeht, und basiert auf einer sorgfältigen Abwägung verschiedener Faktoren.
Gründe für die Schließung der Einrichtungen
Die Schließung der beiden Kitas wird durch mehrere kritische Aspekte begründet, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Dazu gehören:
- Rückläufige Kinderzahlen in den betroffenen Ortsteilen, die eine wirtschaftliche Betriebsführung erschweren.
- Sanierungsbedürftige Gebäude, deren Renovierungskosten in einem nicht mehr vertretbaren Verhältnis zur Nutzung stehen.
- Personalmangel, der den regulären Betrieb beeinträchtigt und die Betreuungsqualität gefährdet.
Diese Faktoren haben dazu geführt, dass der Stadtrat nach langen Diskussionen keine alternative Lösung mehr sah und die Schließung als unausweichlich erachtete.
Zukunft der Gebäude und gescheiterte Vermittlungsversuche
Mit der Schließung stellt sich auch die Frage nach der zukünftigen Nutzung der Gebäude. Der Stadtrat plant, die Immobilien einer neuen Bestimmung zuzuführen, wobei mögliche Optionen derzeit geprüft werden. Besonders bedauerlich ist, dass Vermittlungsversuche aus dem Jahr 2025 gescheitert sind. Diese hatten zum Ziel, private Träger oder gemeinnützige Organisationen für die Übernahme der Kitas zu gewinnen, um deren Fortbestand zu sichern.
Die Gründe für das Scheitern dieser Bemühungen sind vielfältig und reichen von finanziellen Hürden bis hin zu logistischen Herausforderungen. Trotz intensiver Verhandlungen konnte keine tragfähige Lösung gefunden werden, was letztlich den Beschluss zur Schließung beschleunigte.
Auswirkungen auf die Gemeinden und nächste Schritte
Die Schließung der Kindertagesstätten wird erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Familien in Tilleda und Riethnordhausen haben. Der Stadtrat betont jedoch, dass alternative Betreuungsmöglichkeiten in benachbarten Einrichtungen geprüft und angeboten werden sollen, um die Versorgungslücke zu schließen. Eltern werden in den kommenden Monaten über konkrete Alternativen informiert und bei der Umstellung unterstützt.
Abschließend lässt sich sagen, dass dieser Beschluss ein schwieriger, aber notwendiger Schritt ist, um langfristig eine nachhaltige Kinderbetreuung in der Region zu gewährleisten. Die Stadt Kelbra wird die Entwicklung weiterhin eng begleiten und nach Lösungen suchen, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden.



