Ein spontanes Treffen mit der Landrätin
Ein Prominenter zu Besuch – das muss man nutzen. Ganz spontan fassten sich Kinder der Annenwalder Jugendwehr beim Aktionstag der Jugendwehren des Kreisfeuerwehrverbandes Uckermark ein Herz. Allen voran Oskar Bentzin: „Kann ich ein Selfie mit Ihnen machen?“, fragte er die neu gewählte Landrätin der Uckermark, Karina Dörk (CDU). Kaum ausgesprochen, kamen auch seine Kameraden hinzu. So wurde aus dem Selfie ein Gruppen-Erinnerungsfoto mit der Landrätin. Aber damit nicht genug.
Fragen über Fragen
Oskar nutzte die Chance und die anderen Kinder stimmten ein. Sie löcherten die Landrätin mit Fragen: „Ist so ein Wahlkampf anstrengend?“, „Wo wohnen Sie?“, „Was macht man als Landrätin den ganzen Tag und macht das Spaß?“. Karina Dörk antwortete freimütig. Ihre Arbeit sei wie jede andere: „Egal wo man arbeitet, wenn man sie gern macht, macht sie auch Spaß. Als Landrätin kann ich gestalten“, erklärte sie dem Feuerwehrnachwuchs. Sie kümmere sich zum Beispiel darum, dass Krankenhäuser erhalten bleiben.
Wie hält sich eine Landrätin fit?
Wie lange dauert ihr Arbeitstag? „Ich fange um 8 Uhr an und bin meist erst nach 18 Uhr zu Hause. Oft gibt es dann auch Abendtermine.“ Kommt sie dann noch dazu, ein Buch zu lesen? „Haben Sie ein Lieblingsbuch, und was lesen Sie gerade?“, wollte ein Mädchen wissen. „Ich lese derzeit ‚Die Krankheitslüge‘. Da geht es um Tipps für eine gesunde Ernährung“, erzählte sie den Kindern. „Treiben Sie Sport?“, hakte ein Junge nach. „Eigentlich nur laufen“, sagte die Landrätin, meist am Wochenende. Fahrradfahren möge sie nicht besonders, aber ab und zu setze sie sich aufs Rad.
Persönliche Fragen und eine Altersangabe
„Wie alt sind Sie?“, fragte ein Junge und wurde von Kameraden zurechtgewiesen: „Das fragt man eine Frau doch nicht!“ Karina Dörk antwortete dennoch: Sie sei 1964 geboren. Die Kinder rechneten nach, verglichen mit ihren Eltern – und eine Kinderhand hielt sich betroffen den Mund. „Haben Sie Vorteile als Landrätin?“, wollte ein Junge wissen. „Der einzige Vorteil ist wohl, dass ich auf Arbeit einen Chauffeur habe und zu Terminen gefahren werde“, erzählte Dörk.
Lieblingstier und Lieblingsfarbe
„Und haben Sie ein Lieblingstier?“, fragte die Jüngste in der Runde. Karina Dörk schwärmte von Schwalben und Schmetterlingen im Frühling und bestätigte: Ihr Lieblingstier sei das Pferd. Und die Lieblingsfarbe? Blau.
Feuerwehrunterricht in der Schule?
„Warum gibt es an unserer Grundschule in Templin keinen Feuerwehrunterricht?“, fragte Oskar. „Das können die Schulen beantragen“, klärte die Landrätin auf und ermunterte den interessierten Jungen, sich als Schülersprecher oder im Jugendbeirat der Stadt einzubringen. Oskar wusste sofort, wo er die richtigen Ansprechpartner findet: im Jugendhaus Villa in Templin.



