Kleingärtner erhalten mehr politische Mitsprache in Vorpommern-Greifswald
Mehr Mitsprache für Kleingärtner in Vorpommern-Greifswald

Kleingärtner erhalten mehr politische Mitsprache in Vorpommern-Greifswald

Kleingärtner im Landkreis Vorpommern-Greifswald sollen künftig deutlich stärker in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dafür plant die Kreistagsfraktion BBM/KUS die Gründung einer speziellen Arbeitsgruppe Kleingarten, die voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Neue Arbeitsgruppe für mehr Beteiligung

Die geplante AG Kleingarten soll aus insgesamt 17 Mitgliedern bestehen. Acht Vertreter oder sachkundige Einwohner der Fraktionen werden ebenso teilnehmen wie jeweils zwei Mitglieder der Kreisverbände der Kleingärtner und ein Vertreter des Kreisseniorenbeirats. Dieses Gremium soll bei allen kleingartenrelevanten Entscheidungen des Landkreises mitwirken und so die Interessen der Gartenfreunde besser vertreten.

Fokus auf Umwelt- und Naturschutz

Besonderes Augenmerk liegt laut der Beschlussvorlage auf Umweltschutz und Naturschutz. „Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Umweltschutz und dem Naturschutz, ökologischen Strategien und Maßnahmen wie Ressourcenschonung, Kompostierung, Nutzung von Regenwasser und torffreiem Gärtnern“, heißt es in dem Dokument. Die Arbeitsgruppe soll sich auch mit folgenden Themen befassen:

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  • Ökologische Gärtnermethoden
  • Ressourcenschonende Bewirtschaftung
  • Soziale Angebote für Senioren und Menschen mit Behinderung
  • Grüne Infrastruktur im Landkreis

13.000 Kleingärtner im Landkreis

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gibt es vier Kreis- beziehungsweise Regionalverbände mit 250 Vereinen und etwa 13.000 Mitgliedern. Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil der grünen Infrastruktur und dienen nicht nur der Erholung vieler Bürgerinnen und Bürger, sondern bieten auch vielfältige Möglichkeiten für Kinder und fördern die Kreativität.

Positive Resonanz von Kleingärtnern

Kathrin Buchholz, 1. Vorsitzende des Kreisverbands der Gartenfreunde aus Greifswald, begrüßt die Initiative: „Das Vorhaben wurde von uns mit Interesse aufgenommen. Wir haben so etwas Ähnliches ja auch schon in der Greifswalder Bürgerschaft, und da funktioniert das auch gut.“ Ihrer Meinung nach geht es bei der AG in erster Linie darum, über das Kleingartenwesen aufzuklären und Missverständnisse in Verwaltungen auszuräumen.

„Es ist eine gute Möglichkeit, den tausenden Kleingärtnern im Landkreis eine Stimme zu geben“, betont Buchholz. Die geplante AG sei ein richtiger Schritt in Richtung politische Teilhabe der Kleingärtner.

Regelmäßige Beratungen geplant

Nach ihrer konstituierenden Sitzung im zweiten Halbjahr 2026 sollen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe viermal jährlich zu Beratungen treffen. Damit erhalten die Kleingärtner im Landkreis Vorpommern-Greifswald erstmals eine institutionalisierte Möglichkeit, ihre Anliegen direkt in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

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