Rudolph gewinnt Bürgermeister-Stichwahl in Fürstenwalde mit AfD-Unterstützung
Rudolph gewinnt Stichwahl in Fürstenwalde

Matthias Rudolph (Bündnis Fürstenwalder Zukunft) bleibt Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde/Spree. Der Amtsinhaber setzte sich am Sonntag bei der Stichwahl mit 53,5 Prozent der Stimmen gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Mathias Papendieck durch, der 46,5 Prozent erhielt. Rudolph trat für die Bürgervereinigung BFZ und BVB/Freie Wähler an und wurde von der AfD unterstützt.

Breites Bündnis für Papendieck

Papendieck, der als Einzelbewerber antrat, bekam Unterstützung von einem breiten Bündnis aus SPD, CDU, Grünen und Linken. Besonders stark war er bei den Briefwählern: Ihr Anteil betrug bei Papendieck knapp 60 Prozent, bei Rudolph rund 40 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,4 Prozent. Bereits im ersten Durchgang am 12. April lag Rudolph vorn, als sieben Kandidaten antraten.

Rudolph will AfD-Wähler nicht ausgrenzen

Der amtierende Bürgermeister ordnet sich als unabhängig ein. Bei einem Wahlforum sagte Rudolph kürzlich über AfD-Wähler: „Ich wehre mich strikt dagegen, diese Menschen auszuschließen und nicht mit ihnen zu reden, weil wir würden damit 30 bis 35 Prozent, in manchen Stadtteilen sogar 40 Prozent der Menschen, vom gesellschaftlichen Leben ausschließen.“ In Fürstenwalde ist die AfD die stärkste Fraktion im Stadtparlament.

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Ziele beider Kandidaten

Rudolph warb im Wahlkampf für eine bestmögliche Bildung, eine starke Wirtschaft, stabile Finanzen und die Schaffung einer Stadtpolizei nach dem Vorbild Hessens. Papendieck nannte als Ziele solide Finanzen, eine bürgernähere Verwaltung, die Gewinnung neuer Unternehmen, bezahlbares Wohnen sowie den Bau oder Ausbau bestimmter Schulen.

Drebkau: CDU-Bürgermeister bleibt im Amt

Bei der Bürgermeisterwahl in Drebkau im Landkreis Spree-Neiße siegte ebenfalls der Amtsinhaber. Paul Köhne von der CDU setzte sich mit 73 Prozent der Stimmen gegen den AfD-Kandidaten Dietmar Serb durch, der auf 27 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag in Drebkau bei 61,6 Prozent.

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