Schweriner Friedensbündnis demonstriert bei Ostermarsch gegen Krieg und Militarisierung
Schweriner Ostermarsch: Friedensbündnis demonstriert gegen Krieg

Schweriner Friedensbündnis setzt mit Ostermarsch friedliches Zeichen

Das Schweriner Friedensbündnis führt auch in diesem Jahr seinen traditionellen Ostermarsch durch, der am 4. April stattfinden wird. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr am Grunthalplatz und endet mit einer Abschlusskundgebung gegen 11.15 Uhr vor der Staatskanzlei in der Schloßstraße. Unter dem Motto „Nein zu Kriegsdienst, Kriegstüchtigkeit und Krieg“ wollen die Teilnehmer ein deutliches Signal für Frieden setzen.

Vielfältige Friedensforderungen im Fokus

Die Aktivisten des Friedensbündnisses sehen zahlreiche Gründe, um für ihre Anliegen auf die Straße zu gehen. Sie verweisen auf die symbolische Weltuntergangsuhr, die aktuell nur noch 85 Sekunden vor dem Weltuntergang steht. Aus dieser Bedrohungslage leiten sie konkrete Forderungen ab:

  • Atomare und konventionelle Abrüstung statt Auslauf aller Abrüstungsverträge
  • Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag
  • Stopp des völkerrechtswidrigen Krieges der USA und Israels gegen den Iran
  • Frieden in der Ukraine durch Beseitigung der Kriegsursachen und Anerkennung der Sicherheitsinteressen beider Seiten
  • Frieden für Gaza und Palästina durch Stopp der Waffenlieferungen an Israel

Zehn Jahre friedlicher Tradition mit aktuellen Kontroversen

Bereits seit einem Jahrzehnt organisiert das Schweriner Friedensbündnis den Ostermarsch am Ostersamstag. In diesem Jahr kritisiert die Gruppe jedoch, dass sie nicht in die Planungen für das parallel stattfindende Fest der Demokratie einbezogen wurde. Dieses wird am selben Tag in der Schweriner Innenstadt vom Aktionsbündnis Schwerin für alle veranstaltet.

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Das Friedensbündnis steht wegen seiner Positionen zu internationalen Konflikten wiederholt in der öffentlichen Diskussion. Besonders seine Haltung zur Aggression Russlands in der Ukraine hat zu Kontroversen geführt. Als Konsequenz daraus beschloss der Stadtausschuss des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Jahr 2023 seinen Austritt aus dem Bündnis.

Trotz dieser Kontroversen setzen die Aktivisten ihr Engagement für friedliche Konfliktlösungen fort. Der Ostermarsch bleibt damit ein fester Bestandteil der politischen Kultur in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

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