Seit knapp drei Monaten ist das Südstadt Center in Halle geschlossen. Die Stadt hatte am 4. Februar eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen, nachdem schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt worden waren. Nun bewerten Stadt und Stadtwerke die Lage und suchen nach Perspektiven für das wichtige Versorgungszentrum im Süden der Stadt.
Hintergrund der Schließung
Das Einkaufszentrum zwischen Südstadt und Silberhöhe war ein zentraler Anlaufpunkt für die Anwohner. Doch die Sicherheitsmängel waren so gravierend, dass die Stadt den Weiterbetrieb untersagte. Gegen den Eigentümer, die Hedera Bauwert GmbH, wurde vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Dies erschwert die Zukunft des Centers zusätzlich.
Bewertung durch die Stadt
Die Stadtverwaltung zeigt sich besorgt über die Entwicklung. Ein Sprecher betonte, dass die Sicherheit der Bürger oberste Priorität habe. Man arbeite jedoch eng mit den Stadtwerken und anderen Beteiligten zusammen, um eine Lösung zu finden. Die Schließung habe nicht nur Auswirkungen auf die Nahversorgung, sondern auch auf das soziale Gefüge des Stadtteils.
Rolle der Stadtwerke
Die Stadtwerke Halle sind als Energieversorger ebenfalls betroffen. Sie prüfen derzeit, ob eine Wiedereröffnung unter Auflagen möglich ist. Ein Sprecher der Stadtwerke erklärte, dass man bereit sei, in die Infrastruktur zu investieren, sofern ein tragfähiges Konzept vorliege. Allerdings seien die rechtlichen und finanziellen Hürden hoch.
Zukunftsperspektiven
Experten sehen mehrere Optionen: Eine Sanierung durch den bisherigen Eigentümer erscheint aufgrund des Insolvenzverfahrens unwahrscheinlich. Denkbar wäre ein Verkauf an einen neuen Investor oder eine Übernahme durch die Stadt. Die Stadtwerke könnten dabei als Partner fungieren. Ein weiterer Vorschlag ist die Umwandlung in ein Bürgerzentrum mit gemischter Nutzung.
Die Anwohner hoffen auf eine schnelle Lösung. Viele sind auf die Nahversorgung angewiesen und müssen nun weite Wege in Kauf nehmen. Die Stadtverwaltung verspricht, die Bürger regelmäßig zu informieren. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.



