Walpurgisnacht in Alt-Kentzlin: Feuerwehr vereint Generationen am Feuer
Walpurgisnacht: Feuerwehr vereint Generationen

Ein großes Feuer loderte zur Walpurgisnacht in Alt-Kentzlin. Der Feuerwehrhilfeverein der Freiwilligen Feuerwehr Kentzlin/Lindenberg hatte eingeladen, und bis in die späten Abendstunden feierte die Dorfgemeinschaft. „Wir wechseln jährlich zwischen der Ausrichtung eines Osterfeuers oder der Walpurgisnacht“, erzählt die Vereinsvorsitzende Angela Schulz.

Vereinsarbeit verbindet Generationen

Der Feuerwehrhilfeverein kümmert sich um die Brandschutzerziehung der Kinder und um die Organisation von Feierlichkeiten. „Dabei liegt unser Hauptaugenmerk darauf, die Generationen zusammenzubringen“, merkt Wehrführer Heiko Krätzig an. Letztmalig traf sich zur Walpurgisnacht die Nachbarschaft in Alt-Kentzlin 2021, damals noch am Burgwall. „Leider konnten wir die Neuauflage nicht an diesem traditionsreichen Standort durchführen, die Gefahr des Astbruchs ist für die Besucher einfach zu groß“, erklärte Krätzig.

Und so wurde der Grill vor dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Im Aufenthaltsraum wurden die Getränke ausgeschenkt, und am gegenüberliegenden Teich hatten die Kameraden den Holzhaufen für das Walpurgisfeuer aufgestapelt. Auch eine zweite Feuerstelle zum Backen des Stockkuchens wurde dort entzündet.

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Feierlaune trotz Standortwechsel

Ob Burgwall oder Feuerwehrplatz, den Einwohnern war das egal. In großer Zahl trafen die Anwohner am Festplatz ein und freuten sich schon auf den Auftritt der Hexen. Doch bevor es soweit war, kam erst einmal Grillmeister Manfred Borchert mit seinen Helfern von der Jugendfeuerwehr gehörig ins Schwitzen. Denn die Nachfrage nach Bratwurst, dem exklusiven Alt-Kentzliner Feuerwehrbrötchen und leckerem Erbseneintopf war riesig. DJ Enjoy sorgte mit Stimmungsmusik bei den Festbesuchern für gute Laune.

Hexennachwuchs prämiert: Geschenke für alle

Mit Spannung fanden sich dann die kleinen Hexen am Feuer ein. Dafür hatten sich sechs Mädchen in adrette Kostüme geworfen. Alle warteten gespannt darauf, wer durch die Jury für das schickste Kostüm ausgezeichnet wird. Preise gab es schließlich aber für alle. Die Damen vom Feuerwehrhilfeverein hatten einen großen Geschenkkarton mitgebracht, aus dem sich nicht nur der Hexennachwuchs reichlich bedienen konnte. Mit Energie bahnte sich Artur der Schreckliche im Ritterkostüm mit Maske seinen Weg zu den Geschenken. „Ich habe doch keine Angst vor den Hexen“, erklärte er.

Knüppelkuchen backen am Lagerfeuer

In der Zwischenzeit hatte Heiko Schmalz alles Notwendige für den Knüppelkuchen herangeschafft. Die Kinder wickelten den vorbereiteten Teig auf und hielten ihn dann an der Feuerschale an ihren Stöckchen über die Glut. Unter den Spitzhutträgerinnen waren auch einige Erwachsene. „Wir haben uns von den kleinen Hexen anstecken lassen“, erklärten die Omas Elke Borchert und Sigrid Popiolek mit Blick auf ihre Enkelinnen. „Es ist ein herrlicher Abend. Wir sind immer dabei, wenn gefeiert wird.“

Viele Dorfbewohner genossen die Zusammenkunft am Feuer. „Das ist ein sehr schönes und feines Fest“, meinte Jens Frahm. „Es hätten ein paar Hexen mehr sein können. Vermisst habe ich einen Hexenmeister, aber das war in meiner Kindheit auch schon so. Ich war früher auch nicht anders.“

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