Kunstflug-Debakel: Südkoreanischer Kampfjet-Pilot rammt Kollegen bei riskantem Manöver
Ein südkoreanischer Kampfjet-Pilot hat bei einem äußerst waghalsigen Kunstflugmanöver für ein Erinnerungsvideo mit einem anderen Kampfjet kollidiert. Der Vorfall, der bereits im Dezember 2021 stattfand, wurde nun durch einen Bericht eines militärischen Ausschusses öffentlich. Der Pilot, der sich vor einer Versetzung befand, wollte spektakuläre Aufnahmen von seinem letzten Flug erstellen und bat einen Kollegen, ihn aus dem Cockpit eines zweiten Flugzeugs zu filmen.
Riskantes Manöver mit hohem Schaden
Bei einer Geschwindigkeit von fast 580 Kilometern pro Stunde zog der Pilot seinen Jet zur Seite und näherte sich dem anderen Flugzeug. Dabei verschätzte er sich und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche des Kollegen. Die Kollision verlief glimpflich, beide Piloten konnten unverletzt landen. Allerdings entstand an der Maschine ein erheblicher Materialschaden in Höhe von umgerechnet einer halben Million Euro.
Ursprünglich sollte der Pilot den gesamten Schaden selbst tragen. Der Rechnungsprüfungsausschuss des südkoreanischen Verteidigungsministeriums kam jedoch zu dem Schluss, dass die Luftwaffe eine Teilschuld trägt, da die Nutzung von Kameras während der Flüge nicht ausreichend geregelt war. Dadurch wurde die Strafe für den Piloten auf 50.000 Euro reduziert.
Folgen und aktuelle Situation
Laut Medienberichten arbeitet der Pilot mittlerweile bei einer kommerziellen Fluggesellschaft. Der Vorfall unterstreicht die Risiken von unautorisierten Manövern im militärischen Flugbetrieb und wirft Fragen zur Sicherheitskultur auf. Trotz des hohen finanziellen Schadens blieb es bei diesem Zwischenfall ohne personelle Konsequenzen, abgesehen von der Geldstrafe.
Dieser Fall zeigt, wie selbst erfahrene Piloten in riskanten Situationen Fehler machen können, insbesondere wenn persönliche Motive wie das Erstellen von Erinnerungsvideos im Spiel sind. Die südkoreanische Luftwaffe hat nun möglicherweise Anlass, ihre Richtlinien für Kameraaufnahmen während des Flugbetriebs zu überarbeiten, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



