Kim Jong Un beobachtet persönlich: Nordkorea testet Raketen von Marinezerstörer Choe Hyon
Kim Jong Un beobachtet Raketentests von Marinezerstörer

Nordkorea führt Raketentests unter persönlicher Aufsicht von Kim Jong Un durch

Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge erneut mehrere Raketentests durchgeführt, die unter der persönlichen Beobachtung von Machthaber Kim Jong Un stattfanden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, wurden strategische Marschflugkörper sowie Antischiffsraketen vom Marinezerstörer »Choe Hyon« abgefeuert. Kim Jong Un verfolgte die Tests zusammen mit hochrangigen Verteidigungsbeamten und Marinekommandeuren.

Details zu den durchgeführten Waffentests

Bei den Tests handelte es sich laut KCNA um zwei strategische Marschflugkörper und drei Schiffsabwehrraketen. Die Marschflugkörper seien etwa 7869 bis 7920 Sekunden geflogen, was einer Flugdauer von bis zu 132 Minuten entspricht. Die Antischiffsraketen waren dem Bericht zufolge etwa 1960 bis 1973 Sekunden in der Luft, also bis zu knapp 33 Minuten. Beide Waffentypen hätten ihre Ziele mit ultrapräziser Genauigkeit getroffen.

Die Tests wurden als Teil von Prüfungen der operativen Effizienz des Kriegsschiffs durchgeführt. Sie dienten dazu, das integrierte Waffenkommandosystem des Schiffs zu überprüfen, die Besatzungen in den Abschussverfahren zu trainieren sowie die Genauigkeit und Störfestigkeit der verbesserten Navigationssysteme zu verifizieren.

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Weitere Pläne zur Stärkung der nuklearen Abschreckung

Kim Jong Un wurde am selben Tag über die Waffensystempläne für zwei weitere im Bau befindliche Zerstörer unterrichtet. Der Machthaber erklärte, die Stärkung der nuklearen Abschreckung des Landes bleibe oberste Priorität. Dies unterstreicht die kontinuierlichen Bemühungen Nordkoreas, seine militärischen Fähigkeiten auszubauen.

Pjöngjang hatte erstmals im April 2025 Waffen auf dem 5000-Tonnen-Kriegsschiff der »Choe Hyon«-Klasse getestet. Bereits im März des vergangenen Jahres hatte Kim Jong Un persönlich einen Raketentest von dem Schiff aus überwacht. In den vergangenen Wochen hat Nordkorea wieder vermehrt Raketentests durchgeführt, darunter auch mit umstrittener Streumunition bestückte ballistische Raketen.

Internationale Reaktionen und rechtliche Einordnung

Streumunition wird international geächtet, da diese Waffensysteme in der Luft aufbrechen und viele kleine Sprengkörper über ein großes Gebiet freisetzen. Die großflächige Streuung hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung. Mehrere Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats untersagen Nordkorea grundsätzlich, ballistische Raketen abzufeuern.

Die aktuellen Tests erfolgten über den Gewässern vor der Westküste Nordkoreas und stellen eine weitere Eskalation in der bereits angespannten regionalen Sicherheitslage dar. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge.

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