Militärflugzeug stürzt auf annektierter Krim ab: 30 Menschen an Bord
Ein russisches Militärflugzeug ist auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgestürzt. An Bord der Maschine befanden sich insgesamt 30 Menschen, wie das Ermittlungskomitee in Moskau mitteilte. Die Behörden haben die Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall aufgenommen, der sich in einem bergigen Waldgebiet nahe dem Dorf Kuibyschewo im Bezirk Bachtschissarai ereignete.
Details zum Absturz und den Ermittlungen
Laut offiziellen Angaben waren an Bord des Flugzeugs 7 Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere. Das russische Verteidigungsministerium hatte zunächst von 29 Toten gesprochen, darunter 6 Crew-Mitglieder und 23 Passagiere. Die Maschine vom Typ An-26, eine Turboprop-Maschine der Marke Antonow, die vom Militär als Transportflugzeug eingesetzt wird, verlor am Dienstagabend gegen 18.00 Uhr Moskauer Zeit (17.00 Uhr MESZ) den Kontakt.
Die Ermittler gehen nach aktuellen Erkenntnissen von einer technischen Ursache aus. Eine äußere Einwirkung wurde demnach nicht festgestellt. Im Strafverfahren wird wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften beim Flugbetrieb oder bei der Vorbereitung des Flugs ermittelt. Militärermittler und Kriminaltechniker sind vor Ort im Einsatz, um die genauen Ursachen des Absturzes zu klären.
Geopolitische Hintergründe der Krim
Die Krim ist seit 2014 von Russland annektiert, nach einem international nicht anerkannten Referendum. Russland nutzt die Halbinsel militärisch für Angriffe auf die Ukraine, gegen die Moskau seit mehr als vier Jahren Krieg führt. In diesem Konflikt greift die Ukraine unter anderem mit Drohnen regelmäßig russische Ziele auf der Krim an. Der Absturz ereignete sich unweit der Krim-Hauptstadt Simferopol, einem strategisch wichtigen Gebiet.
Die Untersuchungen konzentrieren sich derzeit auf mögliche technische Mängel oder menschliches Versagen, während äußere Einflüsse wie Kampfhandlungen vorerst ausgeschlossen werden. Die Tragödie unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Region und die Risiken des militärischen Einsatzes auf der umstrittenen Halbinsel.



