Trump vermutete Iran-Falle hinter Piloten-Funkspruch
Es war ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit und gegen iranische Kräfte. Zwei Tage lang suchte das US-Militär intensiv nach einem Piloten, der über dem Iran mit seiner F-15 abgeschossen worden war. Der Soldat versteckte sich erfolgreich vor nach ihm suchenden Iranern und wurde schließlich durch ein spektakuläres Rettungsmanöver geborgen. Unmittelbar nachdem sein Kampfflugzeug getroffen worden war, katapultierte sich der Pilot aus dem Cockpit und gab noch einen letzten Funkspruch ab – hinter diesem vermutete US-Präsident Donald Trump jedoch zunächst eine ausgeklügelte Falle.
„Klang wie etwas, das ein Muslim sagen würde“
Der Pilot habe die Worte „Power be to God“ gefunkt, berichtete Trump dem US-Rechercheportal „Axios“. Was den Präsidenten stutzig machte, war der Inhalt der Nachricht: „Was er über Funk sagte, klang wie etwas, das ein Muslim sagen würde.“ Ein hochrangiges US-Militärmitglied bestätigte gegenüber „Axios“ den Funkspruch grundsätzlich in dieser Form, präzisierte jedoch, der Pilot habe „Gott ist gut“ gesagt. Diese exakten Worte teilte auch US-Kriegsminister Pete Hegseth am Sonntagmorgen Ortszeit über die Plattform X mit.
Trump erklärte weiter, das US-Militär habe zwar Informationen über den Aufenthaltsort des Offiziers besessen. Nach dem empfangenen Funkspruch jedoch vermuteten die Verantwortlichen, dass sich der Pilot möglicherweise bereits in iranischer Gefangenschaft befand und die Iraner bewusst „falsche Signale“ sendeten, um US-Kräfte in eine tödliche Falle zu locken.
Militär befürchtete Gefangenschaft des Piloten
Personen, die den abgestürzten Soldaten persönlich kannten, betonten gegenüber Trump, dass es sich bei ihm um einen ausgesprochen religiösen Menschen handele – daher habe seine Äußerung durchaus Sinn ergeben. Der Militärvertreter untermauerte diese Darstellung: „Anfangs war die Situation nicht völlig klar, aber wir sind dran geblieben und haben verifiziert, dass er am Leben und nicht in Gefangenschaft war. Und diejenigen, die ihn kannten, sagten, er sei religiös.“
Nach dem Absturz versteckte sich der Waffenoffizier etwa 48 Stunden lang in feindlichem Gebiet, während sowohl das US-Militär als auch iranische Kräfte intensiv nach ihm suchten. Gerettet wurde er schließlich durch das legendäre Seal Team Six, eine Eliteeinheit der US Navy.
Spektakuläre Rettungsmission mit enormem Aufwand
An der komplexen Rettungsmission waren laut einem ausführlichen Bericht der „New York Times“ Hunderte von Spezialkräften und weiterem Militärpersonal beteiligt. Der operative Aufwand war immens:
- Dutzende US-Kampfflugzeuge und Hubschrauber wurden eingesetzt
- Cyber-, Weltraum- und weitere Aufklärungskapazitäten waren aktiviert
- Die Koordination erforderte präzise Planung und absolute Geheimhaltung
Trump lobte anschließend ausdrücklich seine Streitkräfte für die erfolgreiche Rettung des Piloten und betonte den Mut aller Beteiligten. Die Operation demonstrierte einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und das professionelle Vorgehen der US-Spezialkräfte unter extrem schwierigen Bedingungen.



