Spektakuläre Rettungsaktion im Harz: Mann schwer unterkühlt und ohne Schuhe geborgen
Ein dramatischer Rettungseinsatz im Harz erforderte am Sonntag, dem 12. April 2026, den kombinierten Einsatz von Bergwacht, Feuerwehr und einem speziell ausgerüsteten Polizeihubschrauber. Ausgelöst wurde die Operation durch einen aufmerksamen Wanderer, der im Asmusstedter Forst bei Ballenstedt menschliche Laute und Wimmern vernahm und um 10:02 Uhr den Notruf 112 wählte.
Zeitkritische Suche in unwegsamem Gelände
Die Rettungskräfte standen vor einer enormen Herausforderung: Das Gelände im östlich der Gegensteine gelegenen Waldgebiet zwischen Ballenstedt und dem Ortsteil Asmusstedt ist besonders unzugänglich. Hinzu kam die eisige Kälte, die das Zeitfenster für eine erfolgreiche Rettung stark verkürzte. Der verunglückte Mann wurde schließlich in einem hilflosen Zustand aufgefunden – schwer unterkühlt und ohne Schuhe, was seine Situation zusätzlich verschärfte.
Hubschrauber-Windenrettung als entscheidender Faktor
Nur durch den Einsatz eines technisch speziell ausgerüsteten Polizeihubschraubers konnte der Mann gerettet werden. Die Bergwacht Thale setzte dabei ihre mehrfach trainierten Windenrettungsverfahren ein, bei denen Retter per Abseiltechnik vom Hubschrauber aus zu dem Verunglückten gelangen. Diese Methode hat sich mittlerweile als fester Bestandteil der Bergrettung im Harz etabliert und erwies sich auch in diesem Fall als lebensrettend.
„Ohne den Zufall, dass ein Wanderer die Laute hörte, und ohne die schnelle Reaktion aller Beteiligten hätte der Mann kaum überlebt“, betonten die Einsatzkräfte im Nachgang. Die Bergwacht musste gegen mehrere Faktoren gleichzeitig kämpfen: Die fortschreitende Unterkühlung des Verunglückten, das schwierige Terrain und den Zeitdruck, der bei solchen Einsätzen immer präsent ist.
Gemeinsamer Erfolg der Rettungsdienste
Die erfolgreiche Rettung demonstriert erneut die Bedeutung gut abgestimmter Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rettungsdiensten. Während die Feuerwehr für die erste Erkundung und Sicherung des Gebiets sorgte, übernahm die Bergwacht mit ihrer speziellen Ausbildung für Bergrettungen die technisch anspruchsvolle Bergung, unterstützt durch die Luftrettungskapazitäten der Polizei.
Der gerettete Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo er medizinisch versorgt werden konnte. Die genauen Umstände, wie er in seine missliche Lage geriet, werden noch untersucht. Die Rettungskräfte appellieren an alle Wanderer und Outdoor-Enthusiasten, sich stets angemessen auf die Bedingungen im Harz vorzubereiten und bei Unsicherheiten frühzeitig Hilfe zu holen.



