Sizilien erneut von Erdbeben erschüttert
Die italienische Insel Sizilien kommt seit Wochen nicht zur Ruhe. Am Mittwochmorgen bebte erneut die Erde in der Region um den Vulkan Ätna, was zu vorsorglichen Schulschließungen führte.
Heftigstes Beben mit Stärke 4,5
Das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) meldete das stärkste Erdbeben mit einer Magnitude von 4,5 auf der Richterskala. Es ereignete sich kurz nach 7 Uhr und war besonders deutlich in der Provinz Catania am Fuße des Ätnas zu spüren. Auch in den Provinzen Syrakus und Messina nahmen die Menschen die Erschütterungen wahr.
Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 3,8 Kilometern unter der Erdoberfläche innerhalb des Vulkans, während sich das Epizentrum rund um die Stadt Rugalna befand. Lokale Medien berichten, dass es keine größeren Schäden gegeben hat.
Vorsorgliche Maßnahmen in Catania
Der Bürgermeister von Catania, Enrico Trantino, reagierte umgehend auf das Beben und ordnete die Schließung aller Schulen in der 300.000-Einwohner-Stadt an. Die Gebäude sollen nun auf ihre Stabilität überprüft werden, bevor der Unterricht wieder aufgenommen werden kann. Auch in anderen Gemeinden in der Ätna-Region fiel der Unterricht aus. Der Flughafen von Catania blieb hingegen geöffnet.
Regelmäßige seismische Aktivität am Ätna
Der mehr als 3300 Meter hohe Ätna ist Europas größter aktiver Vulkan und wird aufgrund seiner regelmäßigen Ausbrüche ständig überwacht. Erdbeben sind auf Sizilien keine Seltenheit. Laut dem Portal „Volcano Discovery“ wurden allein in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 32 Erdbeben rund um den Ätna registriert. Die meisten davon waren kleinere Erschütterungen mit einer Stärke bis etwa 2,7, die kaum wahrgenommen wurden.
Erdbeben auch in Deutschland
Erdbeben sind nicht nur in Italien ein Thema. Erst am Dienstag erschütterte ein spürbares Beben den Schwarzwald, das zweite in der Region binnen einer Woche. In Hessen gab es im vergangenen Jahr 130 Erdbeben, während in ganz Deutschland sogar 2200 Erdbeben registriert wurden. Diese Zahlen unterstreichen, dass seismische Aktivitäten ein europaweites Phänomen sind, das ständige Beobachtung erfordert.



