Hannover - Nach dem Wolfsangriff in Hamburg beschäftigt sich der niedersächsische Landtag am Mittwoch (ab 9.00 Uhr) mit dem Umgang des Landes mit dem Tier. Die CDU will von der Landesregierung wissen, warum Niedersachsen den Wolf erst aufgenommen und dann seine Auswilderung unterstützt hat und wer die Verantwortung trage, falls der Wolf erneut einen Menschen angreifen sollte.
Hintergrund des Vorfalls
Der Wolf hatte am 30. März im Hamburger Stadtteil Altona eine Frau verletzt. Nach einem Aufenthalt in der Wildtierauffangstation Sachsenhagen (Landkreis Schaumburg) war das Tier mit einem Sender ausgestattet und im südlichen Hamburger Stadtgebiet an der Grenze zu Niedersachsen freigelassen worden. Die genauen Umstände des Angriffs und die Entscheidungsprozesse der Behörden stehen nun im Fokus der politischen Debatte.
Weitere Themen im Landtag
Der Landtag befasst sich auf Antrag der Grünen zudem mit drohenden Hürden für den Ausbau erneuerbarer Energien, verbunden mit Kritik an der Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Zudem geht es auf Antrag der SPD um das Thema bildbasierte sexualisierte Gewalt, etwa mit Deepfakes oder heimlich angefertigten Aufnahmen. Deepfakes sind täuschend echte, mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte oder manipulierte Bilder, Videos und Audioaufnahmen.
Die Diskussion um den Wolf zeigt die wachsende Bedeutung des Themas in Niedersachsen, wo mittlerweile mehr als 600 Wölfe leben. Die Landesregierung steht unter Druck, klare Regelungen für den Umgang mit dem Raubtier zu schaffen, das immer häufiger in besiedelte Gebiete vordringt.



