DDR-Stars neu entdeckt: Sibylle Bergemanns Fotos in Göppingen
DDR-Stars neu entdeckt: Sibylle Bergemanns Fotos (30.04.2026)

Die Fotografin Sibylle Bergemann zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der DDR. Ihre Bilder zeigen nicht nur den Alltag in der ostdeutschen Gesellschaft, sondern auch viele bekannte Gesichter der damaligen Szene. Nun werden ihre Werke in einer besonderen Ausstellung in Göppingen präsentiert.

Ein Blick auf die Ausstellung

Die Schau trägt den Titel „Kunst aus der DDR“ und bietet einen völlig neuen Blick auf bekannte Persönlichkeiten. So sind unter anderem Aufnahmen von Nina Hagen, Katharina Thalbach und anderen Stars zu sehen, die in dieser Form noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die Ausstellung läuft noch bis zum Sommer und hat bereits viele Besucher angezogen.

Das Werk von Sibylle Bergemann

Sibylle Bergemann wurde 1941 in Berlin geboren und arbeitete ab den 1960er Jahren als Fotografin. Sie war Mitglied des Künstlerkollektivs „Gruppe 4/5“ und später des Verbands Bildender Künstler der DDR. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Nähe zu den Porträtierten aus. Neben Prominenten fotografierte sie auch einfache Menschen in ihrem Alltag, in Fabriken, auf der Straße oder in Wohnungen. Dadurch entstand ein einzigartiges Zeitdokument, das das Leben in der DDR authentisch abbildet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

In Göppingen sind nun rund 80 ihrer Werke zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Stadtmuseum Berlin unterstützt und zeigt sowohl Schwarz-Weiß- als auch Farbaufnahmen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, die in der DDR bekannt waren, aber auch international Anerkennung fanden. So sind neben Nina Hagen und Katharina Thalbach auch Aufnahmen von Wolf Biermann, Jürgen Kuttner und anderen zu sehen.

Alltagsszenen als künstlerisches Erbe

Neben den prominenten Gesichtern zeigt die Ausstellung auch Alltagsszenen, die Bergemann mit ihrer Kamera festhielt. Diese Bilder wirken oft wie zufällige Momentaufnahmen, sind aber sorgfältig komponiert. Sie zeigen Menschen beim Einkaufen, in Warteschlangen, auf dem Spielplatz oder in der Kneipe. Bergemann verstand es, das Typische und zugleich Besondere des DDR-Alltags einzufangen. Ihre Fotografien sind heute wichtige historische Quellen, die das Leben in einem Staat dokumentieren, der nicht mehr existiert.

Die Ausstellung in Göppingen läuft noch bis zum 30. September 2026 im Kunstmuseum der Stadt. Der Eintritt ist an ausgewählten Tagen frei. Begleitend gibt es Führungen und ein Rahmenprogramm mit Vorträgen zur DDR-Fotografie. Ein Katalog zur Ausstellung ist im Museumsshop erhältlich.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration