Das Dorfgemeinschaftshaus in Groß Sperrenwalde präsentiert sich in neuem Glanz. Die Fassade wurde umfassend saniert, was bereits zum Osterfeuer von den Bewohnern begeistert aufgenommen wurde. Die Gemeinde Nordwestuckermark realisierte die Sanierung in Zusammenarbeit mit dem Verein Groß Sperrenwalder Landleben 2000 e.V. Insgesamt investierte die Gemeinde rund 30.000 Euro, einschließlich des Eigenanteils des kommunalen Bauhofes. Davon flossen über 20.000 Euro in die Fassadensanierung, knapp 8.000 Euro in zwei Sitzraufen und weitere Mittel in neue Spielgeräte für den Spielplatz.
Hintergrund der Sanierung
Bereits in den Jahren 2010/2011 wurde das ehemalige Feuerwehrhaus mit viel Eigenleistung zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und um einen Anbau erweitert, wie Klaus Lehmann vom Ortsbeirat berichtet. Damals zählte das Dorf noch rund 120 Einwohner, heute sind es etwa 80. Doch die verbliebenen Bewohner sind umso aktiver, freuen sich Bürgermeister Roland Klatt und Bauamtsleiterin Petra Buchholz. „Dort, wo Menschen aktiv sind, versuchen wir das mit unseren Möglichkeiten zu unterstützen“, betonen beide. Die Entscheidung fiel leicht, bei einem ausgeglichenen Haushalt erneut in die kleinsten Orte zu investieren.
Weitere Projekte im Ort
Bereits vor zwei Jahren hatten sich die Groß Sperrenwalder beim Projekt Seesanierung engagiert, um das Idyll vor ihrer Haustür wiederzubeleben. 2024 wurde der vom Oberflächenwasser gespeiste Weiher, der längst trocken gefallen war, von Bewuchs befreit und ausgekoffert. Heute schwimmen dort wieder Wasservögel auf dem See mitten im Dorf. Auch bei der Sanierung der Außenhaut des Gemeindehauses legten engagierte Dorfbewohner Hand an. Den Außenputz brachten Mitarbeiter der BDP Baudenkmalpflege Prenzlau GmbH & Co. KG auf.
Zukunftspläne der Gemeinde
Die Gemeinde Nordwestuckermark arbeitet systematisch daran, Schritt für Schritt auch die anderen zehn Dorfgemeinschaftshäuser instand zu setzen, berichtet der scheidende Bürgermeister. In Lindenhagen steht 2026 die Heizungssanierung auf dem Plan. In Parmen soll das Gemeinschaftshaus 2026 auf modernen Stand gebracht werden, inklusive digitaler Anbindung.
Der finanzielle Spielraum der Gemeinde für solche freiwilligen Leistungen habe sich in den letzten zwei Jahren nicht zuletzt dank der Investitionen in erneuerbare Energien in der Gemarkung erweitert. Die Gemeindevertreter hatten zuvor entsprechende Beschlüsse gefasst. „Wenn die geplanten, über die Gemeinde verstreuten acht Freiflächenanlagen von je maximal 40 Hektar Größe greifen, müssen wir auch die Steuerhebesätze nicht erhöhen“, so Roland Klatt. Der Solareuro werte den Haushalt auf und mache die Nordwestuckermark handlungsfähiger.



