Das Grünwalder Stadion, ein traditionsreiches Stadtstadion mit viel Geschichte, genügt aktuell nicht den modernen Ansprüchen. Ursprünglich sollte in diesem Jahr die endgültige Entscheidung fallen, wer die Modernisierung durchführt. Doch nun deutet sich an, dass der Zeitdruck nicht mehr so groß ist. Im Koalitionsvertrag bekennt sich die neue Stadtregierung zu einem „ligatauglichen“ Umbau. Die AZ hat bei Sportbürgermeisterin Verena Dietl nachgefragt, was das genau bedeutet.
Was bedeutet „ligatauglich“?
Der Begriff „ligatauglich“ ist im Koalitionsvertrag nicht näher definiert. Sportbürgermeisterin Dietl erläutert, dass damit ein Umbau gemeint ist, der den Anforderungen des Profifußballs entspricht. Dazu gehören unter anderem eine ausreichende Kapazität, moderne Infrastruktur und Sicherheitsstandards. Die genauen Details sollen in den kommenden Monaten erarbeitet werden.
Nächste Schritte
Die Stadtverwaltung wird nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Diese soll klären, welche baulichen Maßnahmen notwendig sind und welche Kosten auf die Stadt zukommen. Parallel dazu wird ein Dialog mit den beteiligten Vereinen, insbesondere dem TSV 1860 München, geführt. Die Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen.
Dietl betont, dass der Umbau nicht überstürzt werden soll. „Wir wollen eine nachhaltige Lösung, die den Fans und den Vereinen gerecht wird“, so die Sportbürgermeisterin. Die Stadt sei bereit, in die Modernisierung zu investieren, aber nur, wenn die Pläne wirtschaftlich tragfähig seien.
Der Koalitionsvertrag gibt den Rahmen vor: Die Stadtregierung bekennt sich zum Erhalt des Stadions als Sportstätte für den Profifußball. Eine Verlagerung des Spielbetriebs in ein anderes Stadion ist nicht vorgesehen. Die Westkurve, die bisher unüberdacht ist, soll überdacht werden, um den Komfort für die Zuschauer zu verbessern.
Die Entscheidung über die endgültige Finanzierung und den Zeitplan soll im nächsten Jahr fallen. Bis dahin werden die Machbarkeitsstudie und die Gespräche mit den Vereinen abgeschlossen sein. Dietl zeigt sich zuversichtlich, dass das Grünwalder Stadion bald wieder den Anforderungen des Profifußballs gerecht wird.



