Sohn übernimmt Inselhotel am Dobbertiner See: Neustart nach Vaters Tod
Sohn übernimmt Inselhotel am Dobbertiner See

Das Inselhotel am Dobbertiner See startet nach einer schwierigen Phase neu durch. Der 37-jährige Koch Andreas Müller hat die traditionsreiche Unterkunft von seinem verstorbenen Vater Hans-Jürgen Müller übernommen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Kerstin Hörnicke und weiteren Helfern bereitet er das Hotel, die sechs Ferienhäuser und das Restaurant auf die Wiedereröffnung am 1. Mai vor.

Ein Erbe mit Weitblick

Hans-Jürgen Müller verstarb im Februar. Noch kurz vor seinem Tod regelte er die Übergabe des Inselhotels an seinen Sohn. „Ich bin mir bewusst, dass es eine Herausforderung ist und wird. Aber wir haben vor dem Tod meines Vaters mit ihm noch die Übernahme besprochen. Er wollte alles noch zu Lebzeiten geregelt wissen“, erzählt Andreas Müller. Der gelernte Koch arbeitete zuvor in anderen gastronomischen Betrieben, kehrt nun aber an den Ort zurück, an dem er seine Karriere begann.

Einzigartige Lage mitten in der Natur

Das Hotel liegt auf einer kleinen Insel am Ende des Klosterparks Dobbertin. Nur etwa viereinhalb Quadratmeter misst die Fläche, die von der Mildenitz umflossen wird. Eine kleine Brücke führt über die Fischtreppe. „Hier passieren nur Fußgänger und Radfahrer den Bereich, somit fehlen zum Glück der Straßenlärm und man kann die Natur pur genießen“, schwärmt Müller. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und war ursprünglich eine Wassermühle. Bei der Restaurierung 2008 und 2009 wurde das alte Fachwerk erhalten.

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Herausforderungen in schwierigen Zeiten

In der heutigen Zeit, in der viele gastronomische Betriebe wegen Personalmangels und gestiegener Betriebskosten schließen müssen, ist der Neuanfang eine besondere Herausforderung. „Es ist mir bewusst, dass es eine Gratwanderung ist und man mit spitzem Bleistift kalkulieren muss“, sagt Müller. Zehn Doppelzimmer im Hotel, sechs Ferienhäuser und etwa 40 Plätze im Restaurant verursachen hohe Kosten, die erwirtschaftet werden müssen. Dennoch bleibt Müller optimistisch und will seinen Traum verwirklichen.

Das Restaurant öffnet zunächst donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Die Gäste können selbstgebackenen Kuchen und Torten sowie weitere Speisen genießen. Bei Bedarf und nach Absprache sind zusätzliche Öffnungszeiten geplant.

Familienangehörige und Freunde unterstützen Müller tatkräftig. Seine Lebensgefährtin Kerstin Hörnicke arbeitet hauptberuflich bei der Post, hilft aber so viel sie kann. Letzte Arbeiten wie das Malern der Küche werden von Dorit Ruther erledigt. Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung ist groß.

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