München – Eine weitere Surfwelle mitten in der Stadt? Diese Idee bringt ein aktueller Antrag aus dem Stadtrat ins Spiel. Konkret geht es um den Olympiasee, der als Standort für eine künstliche Welle dienen könnte. Wirtschaftsreferent Christian Scharpf hat nun deutlich gemacht, was er von diesem Vorschlag hält: Er lehnt ihn entschieden ab.
Hintergrund des Antrags
Der Antrag wurde von mehreren Stadträten eingebracht, die die Attraktivität des Olympiaparks weiter steigern möchten. Die Idee: Eine Surfwelle im Olympiasee könnte nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen anziehen. Ähnliche Projekte gibt es bereits in anderen Städten, wie etwa in München selbst die berühmte Eisbachwelle, die allerdings derzeit nicht nutzbar ist.
Die Antwort von Scharpf
Christian Scharpf, der städtische Wirtschaftsreferent, zeigte sich in seiner Stellungnahme wenig begeistert. Er verwies auf die hohen Kosten und den bürokratischen Aufwand, die mit einem solchen Projekt verbunden wären. Zudem betonte er, dass der Olympiasee primär für andere Zwecke genutzt werde und eine Surfwelle dort nicht vorgesehen sei. „Wir müssen Prioritäten setzen und die vorhandenen Ressourcen sinnvoll einsetzen“, so Scharpf.
Reaktionen aus der Surfszene
Die Münchner Surfer, die seit Monaten auf die Rückkehr der Eisbachwelle warten, zeigen sich enttäuscht. Viele hofften, dass der Olympiasee eine Alternative bieten könnte. Doch Scharpfs Absage macht diese Hoffnung nun zunichte. Einige Surfer kritisieren, dass die Stadt zu wenig für die Surfszene tue. Andere wiederum verstehen die Bedenken und fordern eine bessere Kommunikation zwischen Stadt und Surfern.
Ausblick
Der Antrag wird nun im Stadtrat weiter diskutiert. Ob es zu einer Abstimmung kommt, ist noch unklar. Fest steht: Die Debatte um künstliche Surfwellen in München wird weitergehen. Die Stadtverwaltung prüft derweil andere Möglichkeiten, um den Wassersport zu fördern – allerdings ohne konkrete Pläne für den Olympiasee.



