Rollentausch für einen Tag: Girls' und Boys'Day in Bernburg begeistert Schüler
Hunderte Schülerinnen und Schüler in und um Bernburg haben am Donnerstag am Girls' und Boys'Day teilgenommen. Dabei durften sie unter anderem einen Tag lang in die Rollen von Landwirten, Elektronikern und Reportern schlüpfen. Die Aktion bot Jugendlichen die Möglichkeit, Berufsfelder kennenzulernen, die traditionell eher vom anderen Geschlecht dominiert werden.
Technik hautnah erleben: Schülerinnen bei Drivewerk in Bebitz
In der Werkstatt der Antriebsspezialfirma Drivewerk in Bebitz war der Andrang groß. Ronja, Romy, Lara und Johanna nutzten die Gelegenheit, um praktische Erfahrungen zu sammeln. „So ölverschmiert sind meine Hände an einem normalen Schultag nicht“, sagte Ronja lachend, während sie an der Seite ihres Vaters eine Kupplung demontierte. Johanna aus Könnern zeigte sich begeistert: „Ich kann mir gut vorstellen, in diesem Beruf zu arbeiten – ich habe hier sogar schon ein Praktikum gemacht.“ Die beiden Geschäftsführer Michael Zimmerling und Christian Wartmann erklärten den Teilnehmerinnen geduldig die Technik und beantworteten Fragen.
Vielfältige Berufe entdecken: Von Landwirtschaft bis Elektronik
Neben dem technischen Bereich konnten die Schüler auch in andere Branchen hineinschnuppern. Auf einem Bauernhof in der Region halfen Jugendliche bei der Tierpflege und lernten den Arbeitsalltag eines Landwirts kennen. In einem Elektronikbetrieb in Bernburg wiederum durften die Teilnehmer selbst Löten und Schaltungen zusammenbauen. Die Resonanz war durchweg positiv: Viele Schüler zeigten sich überrascht, wie vielseitig die Berufe sind und wie viel Spaß die praktische Arbeit macht.
Ein Tag mit Mehrwert: Berufsorientierung jenseits von Klischees
Der Girls' und Boys'Day ist ein bundesweiter Aktionstag zur klischeefreien Berufsorientierung. Er soll Mädchen und Jungen ermutigen, Berufe zu ergreifen, die nicht den typischen Geschlechterrollen entsprechen. In Bernburg beteiligten sich zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen, um den Jugendlichen einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag zu geben. Organisatoren und Teilnehmer zogen ein positives Fazit: Der Tag habe gezeigt, dass es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.



