ADAC Luftrettung: Fast 49.000 Einsätze - Bayern führt Einsatzstatistik an
ADAC Luftrettung: 49.000 Einsätze, Bayern an der Spitze

ADAC Luftrettung absolviert fast 49.000 Einsätze – Bayern an der Spitze

Ein Hubschrauber der ADAC Luftrettung fliegt am Himmel. (Archivbild) Quelle: Robert Michael/dpa

Ob schwerer Unfall oder akuter Herzinfarkt: Die Rettungshubschrauber des ADAC sind bei medizinischen Notfällen im Dauereinsatz. Im vergangenen Jahr starteten die Helikopter der gemeinnützigen Organisation zu insgesamt 48.908 Einsätzen in ganz Deutschland. Dies entspricht einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als 49.048 Rettungsflüge verzeichnet wurden. Dennoch betont der ADAC, dass die Anzahl anspruchsvoller Missionen zugenommen hat.

Anstieg bei schwierigen Einsätzen

Laut den aktuellen Zahlen gab es einen deutlichen Anstieg bei besonders herausfordernden Operationen. Dazu zählten 3.314 Flüge in der Dunkelheit sowie 580 Einsätze, bei denen die Rettungswinde zum Einsatz kam. Die häufigsten Gründe für einen Alarm waren Unfälle mit einem Anteil von 31 Prozent, dicht gefolgt von Herz-Kreislauf-Notfällen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen, die 26 Prozent ausmachten. Diese Daten wurden von der ADAC Luftrettung in München veröffentlicht.

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Bayern führt die Einsatzstatistik an

Die meisten Rettungsflüge wurden erneut in Bayern durchgeführt, wo die Hubschrauber zu 11.742 Einsätzen starteten. Ein Grund für diese hohe Zahl ist die im Vergleich zum restlichen Deutschland etwas geringere Bevölkerungsdichte in vielen Regionen des Freistaats. In ländlichen Gebieten werden Rettungshubschrauber oft angefordert, wenn Rettungswagen zu lange Anfahrtszeiten hätten. Der aktivste Standort in Bayern war Christoph 18 in Ochsenfurt mit 1.942 Flügen, gefolgt von Christoph 15 in Straubing (1.699) und Christoph 20 in Bayreuth (1.538).

Bundesweite Verteilung der Einsätze

Hinter Bayern belegten Rheinland-Pfalz mit 7.786 und Nordrhein-Westfalen mit 5.310 Einsätzen die Plätze zwei und drei in der nationalen Statistik. Der ADAC betreibt an 37 Standorten insgesamt 60 Rettungshubschrauber, die von mehr als 180 Pilotinnen und Piloten geflogen werden. An Bord sind stets medizinisches Fachpersonal wie Ärzte und Notfallsanitäter, um eine schnelle und professionelle Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Die ADAC Luftrettung im Vergleich

Der ADAC ist eine der beiden großen Luftrettungsorganisationen in Deutschland. Die andere ist die DRF Luftrettung, deren Helikopter im vergangenen Jahr zu 36.407 Einsätzen starteten. Zusammen sorgen diese Organisationen für eine flächendeckende notfallmedizinische Versorgung aus der Luft, die insbesondere in abgelegenen Regionen lebensrettend sein kann.

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