Bayern bleibt unangefochtener Spitzenreiter in der Schafhaltung
Mit mehr als 260.000 Schafen führt der Freistaat Bayern die Rangliste der Bundesländer in Deutschland klar an. Diese beeindruckende Zahl bezieht sich auf landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens 20 Tiere halten, und unterstreicht die traditionell starke Position Bayerns in diesem Bereich der Tierhaltung.
Leichter Rückgang der Schafbestände verzeichnet
Das Landesamt für Statistik in Fürth hat jedoch einen leichten, aber signifikanten Rückgang der Schafpopulation in Bayern festgestellt. Zum Stichtag des 3. November 2025 wurden genau 260.700 Schafe gezählt, was einem Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Trend setzt sich fort, wenn man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet.
Im Vergleich zum Jahr 2015 gab es damals noch etwa 4 Prozent mehr Schafe im Freistaat. Diese kontinuierliche Abnahme der Bestände wirft Fragen nach den zugrunde liegenden Ursachen auf, auch wenn das Statistikamt betont, dass leichte Schwankungen in der Tierhaltung durchaus üblich sind.
Zahl der schafhaltenden Betriebe nimmt ebenfalls ab
Nicht nur die Anzahl der Schafe, sondern auch die Zahl der Betriebe, die diese Tiere halten, ist rückläufig. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2.120 schafhaltende Betriebe registriert, was einem Minus von 30 Betrieben im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Seit 2015 hat die Zahl dieser Betriebe um 6 Prozent abgenommen.
Die durchschnittliche Herdengröße pro Betrieb belief sich im Jahr 2025 auf 123 Schafe, was einen Rückgang von 4 Tieren im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung könnte auf strukturelle Veränderungen in der Landwirtschaft hinweisen, auch wenn konkrete Gründe für den Rückgang nicht genannt wurden.
Fazit: Trotz des leichten Rückgangs bleibt Bayern mit Abstand das Bundesland mit den meisten Schafen in Deutschland. Die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen jedoch, dass sowohl die Tierbestände als auch die Anzahl der Betriebe kontinuierlich abnehmen, was langfristige Auswirkungen auf die Schafhaltung in der Region haben könnte.



