Bayern: Zahl der Ertrunkenen 2025 drastisch gestiegen – Kinder und Senioren besonders betroffen
Bayern: Zahl der Ertrunkenen 2025 drastisch gestiegen

Bayern verzeichnet alarmierenden Anstieg bei Ertrinkungsfällen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat für das Jahr 2025 eine besorgniserregende Entwicklung in Bayern bekannt gegeben. Im Freistaat sind insgesamt 84 Menschen in Gewässern und Schwimmbädern ertrunken, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den 70 Todesfällen im Vorjahr 2024 darstellt. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Bereich der Wassersicherheit.

Besonders vulnerable Personengruppen im Fokus

Die Statistik der DLRG offenbart zwei besonders betroffene Altersgruppen. Bei Kindern und Jugendlichen ist ein dramatischer Anstieg zu verzeichnen: Sechs Opfer waren unter zehn Jahren alt, weitere acht unter 20 Jahren. Im Vergleich dazu gab es 2024 in beiden Gruppen jeweils nur einen Todesfall. Parallel dazu sind Senioren überproportional betroffen. Allein in der Altersgruppe der 71- bis 80-Jährigen gab es 16 Tote. Insgesamt kamen 37 Personen über 60 Jahren ums Leben.

Geschlechterverteilung und Unfallorte

Exakt zwei Drittel der Ertrunkenen in Bayern waren männlich, was eine klare geschlechtsspezifische Diskrepanz aufzeigt. Die meisten Unfälle ereigneten sich in natürlichen Gewässern. In Seen kamen 47 Personen zu Tode, ein signifikanter Anstieg gegenüber 24 im Vorjahr. Weitere 25 starben in Flüssen, während nur vier Todesfälle in Schwimmbädern registriert wurden. Unfälle in privaten Umgebungen wie Badewannen werden in dieser Statistik nicht erfasst.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zeitliche Verteilung der Vorfälle

Die meisten Ertrinkungsunfälle wurden noch vor Beginn der bayerischen Sommerferien im Juni verzeichnet. Der Juli, der vergangenes Jahr weniger Badegelegenheiten bot, wies mit zwölf Toten einen Rückgang gegenüber 22 im Vormonat auf. Im August stieg die Zahl dann wieder auf 19 Todesfälle an. Diese saisonalen Schwankungen verdeutlichen den Einfluss von Wetterbedingungen und Freizeitaktivitäten auf das Unfallrisiko.

Die aktuellen Zahlen der DLRG unterstreichen die dringende Notwendigkeit verstärkter Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, insbesondere für Risikogruppen wie Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Wassersicherheit bleibt ein zentrales Thema für Bayern, das weitere Anstrengungen erfordert.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration