Faschingsferien starten: ADAC warnt vor massiven Staus auf Bayerns Alpenrouten
Mit dem Beginn der Faschingsferien drohen auf Bayerns Straßen erhebliche Verkehrsbehinderungen. Der ADAC Südbayern rechnet insbesondere auf den Reiserouten in die Skigebiete mit vollen Straßen und langen Wartezeiten. Anders als oft vermutet, sind weniger Faschingsumzüge, sondern vielmehr Wintersportler auf dem Weg in die Alpen die Hauptursache für die erwarteten Staus.
Freitag, der 13.: Ein kritischer Reisetag
Das Wochenende ab Freitag, dem 13. Februar, könnte verkehrstechnisch besonders kritisch werden. Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern erklärt: "Mit dem Saarland, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen befinden sich noch vier weitere Bundesländer in den Schulferien. Das könnte die Lage auf den bayerischen Autobahnen weiter zuspitzen." Zusätzlich werden die Frühlingsferien in den Niederlanden sowie schulfreie Tage in weiten Teilen Österreichs den Verkehrsfluss beeinträchtigen.
Klassische Staustrecken Richtung Alpen
Die Verkehrsexperten prognostizieren eine angespannte Situation vor allem auf den bekannten Staustrecken in Richtung Alpen. Dazu zählen die Autobahn A8 nach Salzburg und die Inntalautobahn A93. Auch der Fernpass bei Füssen und Reutte dürfte stark belastet sein. Zahlreiche Baustellen im gesamten Freistaat verschärfen die Verkehrslage zusätzlich.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern sogenannte Durchfahrtssperren für Gemeinden entlang der Autobahnen A8, A93 und Bundesstraße B2. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass Autofahrer bei Staus Ausweichrouten durch Dörfer nehmen. Das Landratsamt Ostallgäu hat inzwischen beschränkte Durchfahrtsverbote entlang der A7 im Ostallgäu erlassen.
Internationale Verkehrsbehinderungen
Verkehrsprobleme drohen auch jenseits der deutschen Grenzen. Auf der Brennerautobahn A13 in Österreich könnte die Baustelle an der Luegbrücke bei starkem Verkehr zu erheblichen Verzögerungen führen. Alexander Kreipl warnt: "Dennoch reicht ein Pannenfahrzeug oder ein Unfall im Baustellenbereich und schon drohen hohe Zeitverluste." Auch kleinere Baustellen in Österreich, Italien und der Schweiz können bei hohem Verkehrsaufkommen schnell große Auswirkungen haben.
ADAC-Empfehlungen für entspannte Reisen
Der ADAC Südbayern gibt Urlaubern konkrete Tipps für eine möglichst stressfreie Anreise:
- Aktuelle Verkehrsinformationen einholen und zusätzliche Zeit einplanen
- Antizyklische Reisezeiten wählen, möglichst jenseits der erwartbaren Stautage
- Flexible Zeitplanung ermöglicht Ausweichmöglichkeiten bei Staus
- Vollständige Winterausrüstung für das Fahrzeug mitführen
- Schneekettenpflicht auf Berg- und Passstraßen beachten
- Vignetten für Auslandsfahrten vorab besorgen
Besonders wichtig ist die Vorbereitung auf winterliche Straßenverhältnisse. Auch in mittleren Lagen können glatte oder verschneite Fahrbahnen auftreten. Wer in Skigebiete aufbricht, sollte sein Fahrzeug entsprechend ausrüsten und sich über aktuelle Straßenverhältnisse informieren.



