FDP in Bayern vor Parteitag: Vier Kandidaten buhlen um Landesvorsitz in Ingolstadt
FDP Bayern: Vier Kandidaten für Landesvorsitz bei Parteitag

FDP in Bayern vor entscheidendem Parteitag in Ingolstadt

Die krisengeschüttelte FDP in Bayern steht erneut vor einem personellen Umbruch. Beim anstehenden Landesparteitag in Ingolstadt an diesem Wochenende müssen die Liberalen einen neuen Landesvorsitzenden wählen. Für den frei werdenden Chefposten haben sich bisher vier Kandidaten beworben – allesamt Männer. Die Wahl gilt als völlig offen, während die Partei in Umfragen seit Jahren weit unter der Fünf-Prozent-Hürde dümpelt.

Vier Bewerber im Rennen um den Landesvorsitz

An der Spitze der Favoritenliste steht der amtierende Landesvizepräsident Matthias Fischbach. Der 37-Jährige war von 2018 bis 2023 Mitglied der FDP-Fraktion im bayerischen Landtag und bekleidete dort das Amt des parlamentarischen Geschäftsführers. Neben Fischbach haben drei weitere Kandidaten ihre Bewerbung eingereicht:

  • Hans-Peter Posch (63) aus Schwaben
  • Moritz Fingerle (40) aus München
  • Aljoscha Lubos aus München

Die drei letztgenannten Bewerber sind außerhalb der FDP kaum bekannt. Alle Kandidaten haben sich zum Ziel gesetzt, die bayerische FDP bei der Landtagswahl 2028 wieder ins Parlament zu führen. Dabei handelt es sich um ein reines Ehrenamt, das viel innere Überzeugung erfordert.

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Schwierige Ausgangslage für die Liberalen

Die Aufgabe des neuen Landesvorsitzenden wird alles andere als einfach. Aktuelle Umfragen zeigen die FDP in Bayern bei lediglich zwei Prozent – nicht nur fernab der magischen Fünf-Prozent-Hürde, sondern sogar unter dem bereits enttäuschenden Ergebnis von drei Prozent bei der Landtagswahl 2023. Die Partei kämpft seit Jahren mit mangelndem Wählerzuspruch und personeller Instabilität.

Rücktritt von Michael Ruoff aus persönlichen Gründen

Erst im Juni 2025 hatte die FDP in Bayern mit dem Juristen Michael Ruoff einen neuen Landeschef erhalten. Ruoff folgte auf den glücklosen Martin Hagen, der auch Fraktionschef im Landtag gewesen war. Nach wenigen Monaten an der Spitze stellte Ruoff seinen Posten vor wenigen Wochen überraschend aus persönlichen Gründen zur Verfügung. In die Amtszeit seines Vorgängers Hagen fielen mehrere schmerzhafte Wahlniederlagen für die FDP.

Martin Hagen strebt inzwischen eine bundespolitische Laufbahn an und bewirbt sich bei der anstehenden Neuwahl des Bundesvorstandes um das Amt des Generalsekretärs der FDP. Um den Parteivorsitz auf Bundesebene bewirbt sich unter anderem der 74-jährige Wolfgang Kubicki. Der Landesparteitag in Ingolstadt markiert somit einen weiteren Wendepunkt für die bayerischen Liberalen, die dringend Stabilität und neue Impulse benötigen.

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