Berlin: Mindestens 22 linksextreme Brandanschläge auf Infrastruktur seit 2000
22 linksextreme Brandanschläge auf Berliner Infrastruktur

Berlin erlebt Serie von Brandanschlägen auf kritische Infrastruktur

Die Berliner Polizei und die Senatsinnenverwaltung haben in einer gemeinsamen Auflistung mindestens 22 mutmaßlich linksextreme Brandanschläge auf kritische Infrastruktur in der Hauptstadt seit dem Jahr 2000 dokumentiert. Diese Angriffe, die sich vor allem gegen Stromkabel, Trafostationen, Kabelschächte und Funkmasten richteten, wurden in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD offengelegt.

Gezielte Attacken mit schwerwiegenden Folgen

Die genauen Daten und Orte der Anschläge sind in der Liste nicht detailliert enthalten, doch sie endet mit einem besonders folgenschweren Vorfall Anfang Januar im Südwesten Berlins. Dort führte ein Brandanschlag auf Hochspannungskabel zu einem tagelangen, großflächigen Stromausfall, der weite Teile der Stadt betraf. Solche Attacken verursachen nicht nur erhebliche materielle Schäden, sondern beeinträchtigen auch die öffentliche Sicherheit und die Lebensqualität der Bürger erheblich.

Übergreifende Gefahren für Berlin und Brandenburg

Die Sicherheitsbehörden weisen darauf hin, dass im betrachteten Zeitraum auch weitere Anschläge in Brandenburg stattfanden, die Bezüge zu möglichen Tätern oder Objekten aus Berlin aufweisen. Aus sicherheitspolitischer Sicht wird von einem gemeinsamen Gefahrenraum für beide Bundesländer ausgegangen. „Das heißt, dass Aktionen in einem der beiden Bundesländer Rückwirkungen und gegebenenfalls unmittelbare Auswirkungen auf das jeweils andere Bundesland haben können“, erklärten die Behörden. Diese grenzüberschreitende Dynamik unterstreicht die Notwendigkeit einer engen Koordination zwischen den Sicherheitskräften.

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Kampagne „Switch Off“ mit über 50 dokumentierten Taten

Die Senatsinnenverwaltung teilte mit, dass von der linksextremistischen Kampagne „Switch Off“ inzwischen über 50 Taten mit Bezug zu Berlin aufgelistet werden. Diese reichen von vergleichsweise harmlosen Farbanschlägen bis hin zu schweren Brandstiftungen mit erheblichem Zerstörungspotenzial. Als Begründungen für ihre Aktionen nennen die Aktivisten Themen wie Umweltschutz, Technologiekritik, Antifaschismus oder die Situation in Israel. Damit versucht die Initiative, möglichst viele verschiedene Themenfelder und Aktivistengruppen anzusprechen und zu mobilisieren.

Die anhaltende Serie von Angriffen auf kritische Infrastruktur stellt die Sicherheitsbehörden vor erhebliche Herausforderungen. Sie unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Präventionsmaßnahmen und einer konsequenten Strafverfolgung, um die öffentliche Sicherheit und die Funktionsfähigkeit der städtischen Infrastruktur in Berlin langfristig zu gewährleisten.

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