Großeinsatz der Feuerwehr nach verheerendem Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde
Ein verheerender Brand in einem 20-geschossigen Wohnhochhaus im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde hat am Dienstagabend zu einem massiven Feuerwehreinsatz geführt. Nach aktuellen Angaben der Berliner Feuerwehr wurden bei dem Unglück vier Personen schwer verletzt, darunter befinden sich zwei Kinder in kritischem Zustand.
Drei Schwerverletzte mussten reanimiert werden
Besonders dramatisch gestaltete sich die Rettung der Verletzten: Drei der vier Schwerverletzten wurden unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Ein Feuerwehrsprecher bestätigte, dass die Wiederbelebungsmaßnahmen bereits am Einsatzort begonnen wurden und während des Transports fortgesetzt werden mussten.
Die genaue Gesamtzahl der Verletzten konnte zunächst nicht abschließend ermittelt werden, da sich der Rauch im gesamten Gebäude massiv ausgebreitet hatte. Die Schwerverletzten wurden nach Feuerwehrangaben aus einem Hausflur des betroffenen Hochhauses geborgen.
Brandherd in vierter Etage mit ungewöhnlich vielen Einrichtungsgegenständen
Der Brandherd befand sich in einer Wohnung im vierten Stockwerk des Hochhauses im Bezirk Lichtenberg. Laut Feuerwehrsprecher enthielt die betroffene Wohnung auffällig viele Einrichtungsgegenstände, deutlich mehr als für eine normale Wohnung üblich. Diese Umstände führten dazu, dass sich das Feuer besonders schnell ausbreiten konnte.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die Wohnung bereits in Vollbrand. Aus den Fenstern schlugen hohe Flammen, während sich dichter Rauch durch das gesamte Gebäude mit seinen insgesamt 20 Etagen zog. Auf jeder Etage befinden sich acht Wohnungen, was die Evakuierungsmaßnahmen zusätzlich erschwerte.
Massiver Feuerwehreinsatz mit 170 Kräften
Die Berliner Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von etwa 170 Einsatzkräften vor Ort. Neben den regulären Lösch- und Rettungseinheiten wurde auch eine Spezialeinheit für die Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten alarmiert und eingesetzt.
Der Bewohner der Brandwohnung konnte sich nach ersten Erkenntnissen selbst in Sicherheit bringen. Über den Zustand der anderen Wohnungen in dem betroffenen Gebäude liegen noch keine detaillierten Informationen vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Entwarnung gab die Feuerwehr bezüglich der Statik des Gebäudes: Trotz des heftigen Feuers bestehe keine Einsturzgefahr für das Hochhaus. Das Feuer konnte nach intensiven Löscharbeiten vollständig gelöscht werden.



