Lauf-Boom in Hamburg: Konkurrent wollte Haspa-Marathon kaufen
Lauf-Boom: Konkurrent wollte Haspa-Marathon kaufen

Der 40. Haspa Marathon Hamburg war ein voller Erfolg: Traumwetter, Riesenstimmung, ein Streckenrekord bei den Frauen, die ersten zehn Männer mit einer Zeit unter 2:06 Stunden und der erste Deutsche auf dem Podium seit 27 Jahren – die Jubiläumsausgabe begeisterte. Chef-Organisator Frank Thaleiser (60) zog eine positive Bilanz: „Wir dürfen mit der Jubiläumsausgabe des Haspa Marathon Hamburg sehr zufrieden sein.“

Rekordbeteiligung und neue Bestmarken

Zum runden Geburtstag hatten die Organisatoren deutlich mehr Anmeldungen zugelassen und den Halbmarathon nach hinten verschoben. So erreichten 15.558 Marathonis, 5804 Staffel-Läufer sowie 6650 Halbmarathon-Läufer das Ziel. Unerkannt hatte sich sogar Sänger Wincent Weiss angemeldet und die 42,195 Kilometer in 4:03:35 Stunden bewältigt.

„Es hat alles funktioniert“, freute sich Thaleiser. Selbst als wegen eines medizinischen Notfalls ein Zielkanal geschlossen werden musste, gab es keinen Stau. Die logische Schlussfolgerung: Bei der 41. Auflage am 25. April 2027 (Anmeldestart am Mittwoch) gibt es wieder so viele Startplätze: 20.000 beim Marathon, 1500 Staffeln sowie 8000 beim Halbmarathon.

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Jedes Jahr erscheinen rund 20 Prozent der Starter nicht zum Rennen („No-Show-Quote“). Aus der Historie ist klar, dass die Hamburger Strecke auf jeden Fall rund 18.000 Läufer verträgt. Denn 2005 kamen 17.557 Menschen (23.100 gemeldet) ins Ziel – Rekord!

Konkurrenten wollten Haspa-Marathon kaufen

Zum 200. Geburtstag des Titelsponsors (Vertrag bis 2028) werden zusätzlich die Deutschen Sparkassen-Meisterschaften mit rund 3000 Teilnehmern eingebunden. Neben Marathon, Halbmarathon und einer Staffel gibt es dann einmalig auch einen exklusiven 10-Kilometer-Lauf für die Banker.

Auch die Vermarktung läuft erfolgreich. Dieses Jahr kamen fünf neue Partner hinzu. Erstmals mussten sogar Sponsoring-Anfragen abgelehnt werden. „Wir hatten keine Flächen mehr“, begründete Thaleiser. Der Erfolg des Hamburg-Marathons (Etat: 4,8 Mio. Euro) blieb auch der Konkurrenz im Ausland nicht verborgen. Im vergangenen Jahr traten mehrere große Agenturen an den Hamburger Leichtathletik-Verband heran und wollten die Veranstaltungs-GmbH kaufen. Gerade erst hat der London-Marathon den Frankfurter Lauf übernommen. Doch der HLV lehnte ab.

„Der Markt boomt“, sagte Thaleiser. „Während Corona konnte man fast keinen anderen Sport machen, als Laufen. Außerdem werden Themen wie Sport, gesundes Leben und Longevity bei Social Media immer mehr zum Lifestyle. Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass wir bei der 41. Auflage 2027 nicht auch wieder ausverkauft sind.“

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