Schüsse vor Berliner Einfamilienhaus: Sondereinheit Ferrum übernimmt Ermittlungen
Schüsse vor Berliner Haus: Sondereinheit Ferrum ermittelt

Schüsse in der Nacht: Sondereinheit Ferrum ermittelt in Berlin-Rudow

Mitten in der Nacht hat sich in Berlin-Rudow ein weiterer Vorfall mit Schusswaffen ereignet. Vor einem Einfamilienhaus im Bezirk Neukölln feuerten Unbekannte Schüsse ab, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde bei dem nächtlichen Zwischenfall glücklicherweise niemand. Allerdings fanden die herbeigerufenen Polizeibeamten auf der Straße zwei Patronen und drei Patronenhülsen als stumme Zeugen der Tat.

Sondereinheit Ferrum übernimmt die Ermittlungen

Die Ermittlungen in diesem Fall hat die Sondereinheit des Landeskriminalamtes mit dem Namen „Ferrum“ übernommen. Diese Spezialeinheit, deren Name aus dem Lateinischen übersetzt „Eisen“ bedeutet, wurde erst am 13. November 2025 nach zahlreichen Schießereien in der Hauptstadt ins Leben gerufen. Seit ihrer Gründung hat die Einheit laut Polizeiangaben bereits mehr als 280 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Parallel dazu zog die Staatsanwaltschaft mit der neuen Ermittlungsgruppe „Telum“ nach, was aus dem Lateinischen mit „Angriffswaffe“ übersetzt wird. Diese beiden Spezialteams arbeiten eng zusammen, um der zunehmenden Gewalt mit Schusswaffen in Berlin Herr zu werden.

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Dramatischer Anstieg der Schusswaffen-Delikte in Berlin

Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt ein alarmierendes Bild: Der Gebrauch von Schusswaffen in Berlin hat im vergangenen Jahr stark zugenommen. Im Jahr 2025 erfasste die Polizei 68 Prozent mehr Straftaten als im Vorjahr 2024, bei denen mit Waffen gedroht oder tatsächlich geschossen wurde. Insgesamt wurden laut der aktuellen Statistik 1.119 Fälle registriert.

Die Aufschlüsselung dieser Zahlen ist besonders besorgniserregend:

  • Etwas mehr als die Hälfte der Fälle, nämlich 604 Vorfälle, waren reine Drohungen mit Schusswaffen.
  • In 515 Fällen wurde tatsächlich geschossen, was eine konkrete Gefährdung von Menschenleben bedeutet.

Kriminelles Milieu als Hauptursache

Die Ermittler verorten viele dieser Taten im kriminellen Milieu. Laut Polizeiangaben handelt es sich häufig um:

  1. Erpressungen von Geschäftsleuten, die unter Druck gesetzt werden.
  2. Revierkämpfe zwischen verschiedenen kriminellen Gruppierungen.
  3. Auseinandersetzungen innerhalb der organisierten Kriminalität, bei denen Gewalt als Mittel der Konfliktlösung dient.

Die Polizei machte zum möglichen Hintergrund des aktuellen Vorfalls in Rudow keine näheren Angaben. Die Ermittlungen der Sondereinheit Ferrum laufen auf Hochtouren, während die Berliner Bevölkerung mit Sorge die Entwicklung der Sicherheitslage in der Hauptstadt verfolgt.

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