Der Berliner Senat will die bereits seit längerem laufenden Planungen für eine Verlängerung der U-Bahnlinie U8 in das Märkische Viertel nun zügig vorantreiben. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) betonte nach der Senatssitzung, dass aus fachlicher Sicht eine U-Bahn das am besten geeignete Verkehrsmittel sei, um die Großsiedlung im Norden Berlins leistungsfähig anzubinden. Grundlage dieser Einschätzung seien umfassende Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit sowie Vergleiche verschiedener Verkehrsmittel und Trassenvarianten.
Im Fokus der weiteren Planungen steht eine Trassenführung vom bestehenden U-Bahnhof Wittenau unter dem Wilhelmsruher Damm bis ins Zentrum des Märkischen Viertels. Drei Zwischenstationen sind vorgesehen: am Märkischen Zentrum, an der Treuenbrietzener Straße und an der Wesendorfer Straße. Der neue Endbahnhof soll am Senftenberger Ring entstehen. Die Strecke ist knapp drei Kilometer lang.
Kosten und Zeitplan noch offen
Offizielle Angaben zum weiteren Zeitplan und zu den Kosten liegen noch nicht vor. Nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ sind für das Projekt rund 390 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Berlin hofft laut Bonde aufgrund eines nachgewiesenen volkswirtschaftlichen Nutzens auf Fördermittel vom Bund. Die Senatorin zeigte sich zuversichtlich, dass die Finanzierung gesichert werden kann.
Positive Effekte für Fahrgäste erwartet
„Die positiven Untersuchungsergebnisse bestätigen: Der Weiterbau der U8 direkt ins Märkische Viertel wertet die viel genutzte Verbindung für Tausende Fahrgäste erheblich auf und macht unser Mobilitätsangebot noch attraktiver“, erklärte Bonde. „Die Bewohnerinnen und Bewohner verdienen endlich diese direkte U-Bahn-Anbindung – wir treiben die Planung jetzt zügig voran.“
Momentan verkehrt die U8 zwischen den Bahnhöfen Hermannstraße in Neukölln und Wittenau in Reinickendorf. Die geplante Verlängerung soll die Anbindung des Märkischen Viertels, einer der größten Großsiedlungen Berlins, deutlich verbessern und die Fahrgäste entlasten.



